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Malte Mohrs Karriere-Bestleistung liegt bei einer Höhe 5,90 Metern © getty

Der Stabhochspringer triumphiert beim Auftakt der Diamond League mit dem höchsten Sprung des Jahres. Weitere Bestmarken purzeln.

Doha - Traumstart für Stabhochspringer Malte Mohr.

Zum Auftakt der insgesamt 14 Meetings umfassenden Diamond League gewann der Hallen-Vizeweltmeister mit der Jahresweltbestleistung von 5,81 m in Doha/Emirat Katar. (Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Der Münchner wiederholte damit seinen Coup aus der letzten Saison, als er in Schanghai ebenfalls den Stab-Auftakt der Männer in der Königsklasse der Leichtathleten gewonnen hatte.

Mohr, 2010 in Doha Zweiter der Hallen-WM, sorgte damit im Scheichtum für den zweiten deutschen Stab-Triumph im zweiten Jahr der Diamond League. 2010 hatte dort Silke Spiegelburg gewonnen.

"Ziel sind die 6,01 Meter"

"Mein Ziel in diesem Jahr sind die 6,01 Meter und eine Medaille bei der WM. In der Diamond League will ich in diesem Jahr alles gewinnen", sagte Mohr.

Der Münchner scheiterte am Ende dreimal an 5,91 m und kassierte für seinen Erfolg 10.000 Dollar Preisgeld.

Nur jeweils 5, 40 m boten auf hinteren Plätzen seine Klubkameraden Fabian Schulze und Tim Lobinger. Auch der französische Sechs-Meter-Springer Renaud Lavillenie spielte keine Rolle.

Spektakel ohne Superstars

Rund 10.000 Zuschauer sahen im Qatar Sports Club elf Jahresweltmarken, wobei die großen Highlights angesichts der fehlenden Sprintstars wie Usain Bolt oder Tyson Gay ausblieben.

Walter Dix (USA) sorgte mit 20,06 Sekunden über 200 m für ein Ausrufezeichen.

Bei der mit acht Millionen US-Dollar (5,4 Mio. Euro) dotierte Premium-Serie der Leichtathleten erhalten die Gesamtsieger der 32 Disziplinen jeweils 40.000 Euro und einen wertvollen Pokal, bestückt mit einem vierkarätigen Diamanten.

Fleischhauer trotz letztem Platz zufrieden

400-m-Hürden-Läufer Fleischhauer (Dresden), der überraschend ins Starterfeld gerutscht war, freute sich trotz des letzten Platzes über seinen Saisoneinstand.

Mit 50,46 Sekunden lief der 22-Jährige die viertschnellste Zeit seiner Karriere. "Das ist schon überragend hier", sagte der deutsche Meister.

Den Sieg holte sich der Jahresschnellste Louis J. van Zyl (Südafrika) in 48,11. Fleischhauer hat trotz einer Bestzeit von 49,85 die WM-Norm von 49, 40 fest im Visier: "Das sollte drin sein."

Zordo landet auf Platz acht

Speerwerfer Matthias de Zordo (Saarbrücken) warf bei seinem Saisondebüt respetable 82,45 m, musste sich aber beim Sieg von Petr Frydrych (Tschechien/85,32) mit Platz acht zufrieden geben.

Nur Fünfter wurde Norwegens Olympiasieger Andreas Thorkildsen.

Neue Richtzeiten en masse

Jahres-Weltbestmarken gab es am Fließband. Durch Sprintstar Allyson Felix aus den USA über 400 m in 50,33 Sekunden und über 100 m Hürden durch Kellie Wells (USA) in 12,58.

Im Weitsprung lag die US-Amerikanerin Funmi Jimoh mit 6,88 m knapp vor Brasiliens Olympiasiegerin Maurren Higa Maggi (6,87), über 1500 m lief die Ukrainerin Anna Mischtschenko 4:03,00 Minuten.

Dazu gesellten sich Milcah Chemos Cheiywa (Kenia) über 3000 m Hindernis (9:16,44 Minuten) und der französische Dreispringer Teddy Tamgho (17,49 m).

Kanter siegt im ewigen Duell

Über die Mitteldistanz schnappte sich Nixon Kiplimo Chepseba (Kenia) mit 3:31,84 über die nicht zur Diamond League zählenden 1500 m den Sieg und der Äthiopier Yenew Alamirew gewann in 7:27,26 über 3000 m.

Das ewige Duell der Diskuswerfer entschied Peking-Olympiasieger Gerd Kanter (Estland) an seinem 32. Geburtstag mit der Jahresweltbestleitung von 67,49 m im letzten Versuch vor dem 39 Jahre alten zweimaligen Olympiasieger Virgilijus Alekna (Litauen/65, 92) für sich.

Seine derzeitige Topform unterstrich der Kanadier Dylan Armstrong im Kugelstoßen.

Der Weltjahresbeste (21,72) siegte mit 21,38 m vor den US-Amerikanern Reese Hoffa (21,27) und Ryan Whiting (21,23).

Die kommenden Diamond-League-Termine 2011:

15. Mai: Schanghai (China)26. Mai: Rom (Italien)4. Juni: Eugene (USA)9. Juni: Oslo (Norwegen)11. Juni: New York (USA)30. Juni: Lausanne (Schweiz)8. Juli: Paris (Frankreich)10. Juli: Birmingham (Großbritannien)22. Juli: Monaco (Monte Carlo)29. Juli: Stockholm (Schweden)5./6. August: London (Großbritannien)8. September: Zürich (Schweiz)16. September: Brüssel (Belgien)

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