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Die persönliche Bestmarke von Silke Spiegelburg liegt bei 4,71 m © getty

Zum Auftakt der WM-Saison siegt Silke Spiegelburg vor einer Teamkollegin und erfüllt die Norm. Harting trotzt üblen Bedingungen.

Köln - Deutschlands Leichtathletik-Asse haben zum Aufakt der Saison zwei Ausrufezeichen gesetzt.

Die WM-Zweite Silke Spiegelburg gewann wie 2010 den Stabhochsprung-Auftakt der Frauen in der Diamond League. Zugleich knackte die Leverkusenerin am Sonntag in Schanghai mit 4,55 m die Norm für die Leichtathletik-WM im südkoreanischen Daegu (26. August bis 4. September).

Dass Diskus-Weltmeister Robert Harting dort wie 2009 in Berlin eine große Rolle spielen kann, ließ er am Samstag in Wiesbaden trotz miserabler Bedingungen mit 66,92 m erkennen.

"Sehr gute Weite"

Harting meinte zu seinem Saisoneinstand: "Die Weite ist für die Bedingungen sehr gut. Ich habe heute vor allem mit meinem Rhythmus zu tun gehabt, den ich lange nicht finden konnte."

Neben dem Berliner erzielten auch der Magdeburger Martin Wierig mit 65,15 m und Nadine Müller aus Halle/Saale mit 62,10 m WM-Normen trotz Regen und ungünstigem Rückenwind. Vergangenes Jahr hatte die 25-Jährige an gleicher Stelle mit der Jahres-Weltbestmarke von 67,78 m aufgetrumpft.

Silke Spiegelburg meinte zu ihrem Sieg in China: "Das war mein klares Ziel, nachdem es vor drei Tagen beim WM-Test in Daegu nicht geklappt hatte. Ich habe jetzt wieder mehr Sicherheit für die Sprünge."

Deutscher Doppelsieg

Die 24-Jährige riss am Ende dreimal bei 4,65 m. In Südkorea hatte Spiegelburg nur 4,50 m geschafft. Den deutschen Doppelsieg sicherte mit 4,50 m die Mainzerin Carolin Hingst.

In Schanghai gab es acht Jahres-Weltbestleistungen, darunter die 13,07 Sekunden des über 110 m Hürden in seiner Heimatstadt stürmisch gefeierten Ex-Weltrekordlers und Athen-Olympiasiegers Liu Xiang.

Neben Liu, der seine Schritte bis zur ersten Hürde von acht auf sieben reduziert hat und den zuletzt so dominanten David Oliver (USA/13,18) schlug, gab es auf der Bahn neue Saisonbestmarken:

Durch Brimin Kiprop Kipruto (Kenia) in 8:02,28 Minuten über 3000 m Hindernis, Kaliese Spencer (Jamaika) in 54,20 Sekunden im Duell mit Lashinda Demus (USA/54,28), Vivian Jepkemoi (Kenia) in 14:31,92 über 5000 m sowie Nixon Kiplimo Chepseba (Kenia) im nicht zur Diamond League zählenden 1500-m-Lauf in 3:31,42 Minuten.

Vlasic egalisiert Weltbestmarke

Die anderen Jahres-Weltbestmarken gingen auf das Konto von Australiens Weitspringer Mitchell Watt mit 8,44 m, Finnlands Ex-Weltmeister Tero Pitkämäki mit 85,33 m beim Sieg über den aktuellen Champion Andreas Thorkildsen (Norwegen/85,12) sowie Kroatiens Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic (1,94 m/egalisiert).

Für weitere herausragende Leistungen sorgten auch die Sprinter. Über 100 m schlug Jamaikas Weltmeisterin Veronica Campbell-Brown in 10,92 Sekunden erst die neue USA-Hoffnung Carmelita Jeter (10,95).

Dann lief Ex-Weltrekordler Asafa Powell (ebenfalls Jamaika) in 9,95 bei leichtem Rückenwind ähnlich der US-Konkurrenz um Michael Rodgers (10,01) davon.

Erst am 26. Mai will Weltrekordler Usain Bolt beim Diamond League-Meeting in Rom in die Saison starten.

Die kommenden Diamond-League-Termine 2011:

26. Mai: Rom (Italien)4. Juni: Eugene (USA)9. Juni: Oslo (Norwegen)11. Juni: New York (USA)30. Juni: Lausanne (Schweiz)8. Juli: Paris (Frankreich)10. Juli: Birmingham (Großbritannien)22. Juli: Monaco (Monte Carlo)29. Juli: Stockholm (Schweden)5./6. August: London (Großbritannien)8. September: Zürich (Schweiz)16. September: Brüssel (Belgien)

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