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Usain Bolt (r.) hält mit 9,58 Sekunden den Weltrekord über 100 Meter © getty

Der Weltrekordhalter setzt sich in Rom knapp gegen einen Landsmann durch. Zwei Deutsche überzeugen mit zweiten Plätzen.

Rom - Gewonnen ohne zu glänzen.

Superstar Usain Bolt hat beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Rom nur mit Mühe seinen jamaikanischen Landsmann Asafa Powell auf Distanz halten können und bei seinem Saisondebüt noch die große Klasse vermissen lassen.

Der schnellste Mann der Welt gewann über 100 m in 9,91 Sekunden vor Powell (9,93), verpasste aber die Jahresweltbestleistung von Steve Mullings (9,89).

Aus deutscher Sicht überzeugten in der ewigen Stadt Speerwerferin Christina Obergföll und Stabhochspringer Malte Mohr mit zweiten Plätzen.

"Es war nicht perfekt"

"Es war nicht perfekt, aber trotzdem bin ich glücklich. Das Wichtigste war aber, dass ich gewonnen habe. Das ist verdammt gut für mein Selbstbewusstsein und meine Saison", sagte Bolt.

Für den dreifachen Olympiasieger und Weltmeister Bolt war der Start in der italienischen Hauptstadt der erste Auftritt nach fast zehn Monaten.

Der Jamaikaner war vor rund 47.000 Zuschauern im Olympiastadion der umjubelte Star des Abends.

Bereits vor dem Rennen drehte Bolt auf einem Fahrzeug sitzend eine Ehrenrunde und präsentierte sich den Fans mit neuer Frisur und deutlich schlanker als im Vorjahr.

Sieg erst im Schlussspurt

Im Rennen selbst fehlte dem 24-Jährigen allerdings die Lockerheit, erst nach gut 80 Metern konnte Bolt an seinem Landsmann vorbeiziehen.

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Die Olympiadritte Obergföll (63,97) musste sich nur der Russin Marija Abakumowa geschlagen geben, die mit 65,40 m Jahresweltbestleistung warf. Europameisterin Linda Stahl (Leverkusen/58,65) belegte nur den letzten Platz.

Mohr muss sich Lavillenie geschlagen geben

Mohr, der beim Diamond-League-Auftakt in Doha gewonnen hatte, verlor mit 5,72 m nicht nur das direkte Duell mit dem französischen Sechs-Meter-Springer Renaud Lavillenie (5,82), sondern auch die Weltbestmarke an den Rom-Sieger.

Altmeister Tim Lobinger (München/5, 42) und Raphael Holzdeppe (Zweibrücken/5,42) konnten nicht in den Kampf um die Podiumsplätze eingreifen.

Die WM-Sechste Nadine Müller belegte mit 63,17 m einen guten dritten Platz beim Sieg der Kroatin Sandra Perkovic (65, 56) im Diskuswerfen.

Bartels landet auf dem letzten Rang

Dagegen landete Halleneuropameister Ralf Bartels mit 19,71 m im Kugelstoßen nur auf dem neunten und damit letzten Platz. Es gewann der Weltjahresbeste Dylan Armstrog (Kanada) mit guten 21,60 m.

Die beiden Sprinter Aleixo-Platini Menga (10,56) und Christian Blum (10,60) belegten in den 100-m-Rahmenrennen die Plätze vier und sechs.

Für Jahresweltbestleistungen sorgten zudem US-Sprinterin Allyson Felix über 400 m in 49,81 Sekunden, Milcah Chemos Cheiywa (Kenia) in 9:12,89 Minuten über die 3000 m Hindernis, Maryam Yusuf Jamal (Brunei) über die 1500 m in 4:01,60 Minuten, Imane Merga (Äthiopien) in 12:54,21 Minuten über 5000 m sowie Phillips Idowu (GBR) mit 17,59 m im Dreisprung.

Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien) egalisierte bei ihrem Hochsprungsieg die Weltbestleistung von 1,95 m.

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