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Usain Bolt holte bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 drei Goldmedaillen © getty

Mit einer überlegenen Darbietung über 200 Meter feiert Usain Bolt in Oslo die Rückkehr an die Spitze. Sailer läuft hinterher.

Oslo - Usain Bolt ist endlich wieder Nummer eins in der Welt.

In 19,86 Sekunden stürmte Jamaikas Dreifach-Olympiasieger am Donnerstag beim 5. Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Oslo an die Spitze der internationalen 200-m-Rangliste.

Ein Erfolgserlebnis, das er brauchte, denn über 100 m hinkt der Weltrekordler nach zwei Saisonrennen mit seinen 9,91 Sekunden Ex-Weltmeister Tyson Gay (USA/9,79) und zwei Landsleuten aus Jamaika hinterher.

"Ich brauche in den nächsten Wochen noch Training", sagt der 24-Jährige, der vor dem Start wie immer gestenreich mit dem Publikum spielte, mit Blick auf Jamaikas WM-Ausscheidungen Ende Juni in Kingston.

Speerwerfer De Zordo siegt

Dort will er den neuen hungrigen Aufsteigern von der Karibik-Insel die Hacken zeigen und im Duell mit Steve Mullings (9,80), Nesta Carter (9,92), Ex-Weltrekordler Asafa Powell (9,93), Michael Frater (9,94) oder Yohan Blake (9,95) nicht den Kürzeren ziehen. In die Diamond League kehrt Bolt erst am 7. Juli in Paris zurück.

Nach drei deutschen Triumphen von Eugene/USA setzte Speerwerfer Matthias de Zordo (Saarbrücken) mit 83,94 m die Erfolgsserie seiner Landsleute fort. Der EM-Zweite feierte seinen ersten Triumph in der Königsklasse seiner Sportart.

Dagegen kam Junioren-Weltmeister Till Wöschler (Zweibrücken) nur auf Rang acht mit 78,72 m.

Sailer läuft hinterher

Das Bislett-Stadion war für zwei deutsche Europameister ein schlechtes Pflaster. Erst lief Verena Sailer (Mannheim) nach ihren Achillessehnenproblemen der internationalen 100-m-Konkurrenz als Siebte in 11,46 Sekunden hinterher.

Dann wurde Christian Reif (Ludwigshafen) ein Jahr nach dem EM-Gold im Weitsprung nur Neunter mit 7,71 m. Nach dem Sieg von Eugene wurde Hochspringer Raul Spank (Dresden) mit 2,28 m diesmal Dritter.

Eberhardt verpasst WM-Norm

Zu Beginn hatte der Weltranglisten-Dritte Martin Wierig (Magdeburg) mit 61,14 m als Achter im Diskusring schon Lehrgeld gezahlt. Vierte mit deutscher Jahresbestleistung von 14,17 m wurde die Jenaerin Katja Demut mit 14,17 m im Dreisprung.

Jeweils auf Rang fünf landeten die WM-Zweite Nadine Kleinert (Magdeburg) mit bescheidenen 18,50 m beim Kugelstoß-Erfolg von Neuseelands Olympiasiegerin Valeri Adams (20,26) und der Erfurter 1500-m-Läufer Stefan Eberhardt, der die WM-Norm in 3:39,09 Minuten um gut vier Sekunden verpasste.

Ernst mit persönlicher Jahresbestzeit

Im Stabhochsprung scheiterte Carolin Hingst (Mainz) dreimal an ihrer Anfangshöhe von 4,20 m. Angesichts der wenig guten Bedingungen reichten der brasilianischen Weltranglisten-Ersten Fabiana Murer 4,60 m zum Sieg.

Im Schatten von Bolt lief Sebastian Ernst (Wattenscheid) als 200-m-Sechster in 20,70 Sekunden persönliche Jahresbestzeit.

Weitere Jahres-Weltbestzeiten neben Bolt gab es über 3000 m Hindernis durch den Kenianer Paul Kipsiele Koech in 8:01,83 Minuten und Halima Huchlaf (Marokko), die beim 800-m-Sieg in 1:58,27 Minuten Südafrikas Weltmeisterin Caster Semenya trotz deren Saisonbestzeit (1:58,61) auf Rang drei verwies.

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