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Tyson Gay (l.) ist amtierender Vizeweltmeister über 100 Meter © getty

Im verregneten New York kassiert Sprintstar Tyson Gay eine überraschende Niederlage. Speerwerferin Christina Obergföll überzeugt.

New York - Sprintstar Tyson Gay unterlag seinem Kumpel, Speerwerferin Christina Obergföll trotzte dem Wind und Stabhochspringer Malte Mohr packte enttäuscht die Tasche.

Beim völlig verregneten Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in New York warteten die Zuschauer zwar vergeblich auf eine Jahresweltbestleistung, wurden aber mit spannenden Duellen belohnt - und bekamen auch eine deutsche Siegerin zu sehen.

Die EM-Zweite Obergföll schleuderte den Speer trotz starker Böen auf gute 64,43 m und gewann deutlich vor der Südafrikanerin Sunette Viljoen (60,39).

Für die 29-Jährige aus Offenburg war es bereits der zweite Saisonsieg in der Diamond League, mit zehn Punkten liegt sie in der Gesamtwertung souverän an der Spitze.

Mullings bezwingt Gay

Spannender ging es vor der Skyline von Manhattan beim Duell der Sprinter zu: Topfavorit Tyson Gay verlor sein Heimspiel über 100 Meter erst durch Fotofinish.

In der auch bei starkem Gegenwind eher mäßigen Zeit von 10,26 Sekunden musste der US-Amerikaner seinem zeitgleichen Freund und Trainingspartner Steve Mullings (Jamaika) den Vortritt lassen.

"Ich bin nur schleppend aus den Startlöchern gekommen. Aber ich dachte, ich erwische ihn noch", sagte Gay, der mit 9,79 Sekunden die Jahresweltbestzeit hält.

"Zur WM wird er bereit sein"

Mullings unterstrich elf Wochen vor der WM erneut seine Topform.

"Einen Schritt mehr, und er hätte mich gehabt. Wirklich an den Sieg geglaubt habe ich aber erst, als ich die Blumen in der Hand hielt", sagte der 28-Jährige.

Schon beim Diamond-League-Meeting in Eugene/Oregon hatte Mullings in starken 9,80 Sekunden den Sieg geholt, stapelt aber weiter tief: "Tyson ist erst zu 70 Prozent fit. Zur WM wird er bereit sein."

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Enttäuschung für Mohr

Eine Enttäuschung erlebte Stabhochspringer Malte Mohr (München), der bei schwierigen Bedingungen dreimal an der Anfangshöhe von 5,22 m scheiterte.

Mohr hatte den Diamond-League-Auftakt in Doha noch klar gewonnen. "Der Wind von der Seite und der Regen waren schrecklich. Ich konnte wirklich nicht springen, das war kein Spaß", sagte Mohr.

Einziger Trost: Auch der französische Europameister Renaud Lavillenie legte einen "Salto nullo" hin. Fabian Schulze (München) belegte beim Sieg des Franzosen Romain Mesnil (5,52) mit 5,22 m Platz fünf.

Vlasic patzt erstmals seit Mai 2010

Eine seltene Niederlage kassierte derweil Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic.

Mit 1,90 m musste die Kroatin der schwedischen EM-Zweiten Emma Green Tregaro (1,94) den Sieg überlassen. Für Vlasic war es die erste Niederlage seit dem 27. Mai 2010.

Fast alle Wettkämpfe in New York litten unter den widrigen Bedingungen. So reichten Dreisprung-Weltmeister Phillips Idowu (Großbritannien) 16,67 m zum Tagessieg vor dem schwedischen Olympiasieger Christian Olsson (16,29 m).

Gar nicht erst ins Finale schaffte es der französische Hallenweltrekordler Teddy Tamgho, der mit 15,55 m Metern Siebter wurde.

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