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Usain Bolt gewann bei Olympia 2008 in Peking dreimal Gold © getty

Auch ohne Tyson Gay sieht Sprintstar Usain Bolt starke Konkurrenz. Vor allem der neuer US-Meister Walter Dix sticht heraus.

Eugene/Kingston - Ex-Weltmeister Tyson Gay blieb bei den US-Titelkämpfen verletzt auf der Strecke (Bericht).

Doch Usain Bolt von einer ganzen Meute hungriger Rivalen gejagt.

"Ich habe auch ohne Tyson starke Konkurrenz aus den USA, aber vor allem aus meiner Heimat und der übrigen Karibik", sagt Jamaikas Superstar.

Der über die Wildcard des Weltmeisters in Daegu startberechtigte Bolt, bei Jamaikas Meisterschaften nur Zuschauer, kündigt zwei Monate vor dem WM-Auftakt in Daegu (27. August bis 4. September) an:

"Ich will am 8. Juli in Paris stark zurückkommen und in Daegu meine Bestform ereichen."

Bolt in Form ohne Gefahr

Je fünf Rivalen aus den beiden führenden Sprinter-Nationen haben sich bei ihren Titelkämpfen von Eugene/Oregon (USA) und Kingston (Jamaika) über 100 und 200 m für die Jagd auf den 24-Jährigen qualifiziert.

Bolt wird als derzeitiger Weltranglisten-Fünfter über 100 m (9,91) und Spitzenreiter über 200 m (19,86) nur dann nicht in Gefahr kommen, wenn er sich in Daegu annähernd auf dem Niveau seiner Weltrekorde von Olympia 2008 in Peking und der WM 2009 in Berlin (9,58 und 19,19 Sekunden) bewegt.

Ex-Doper Zweiter

Über 100 m machte in Eugene/Oregon der Olympiadritte Walter Dix in 9,94 das Rennen vor dem ehemaligen Dopingsünder und Athen-Olympiasieger Justin Gatlin (9,95) und dem 2011 in 9,85 in der Weltrangliste verzeichneten Mike Rodgers (9,99).

In Jamaika triumphierte Bolts Weltrekord-Vorgänger Asafa Powell in 10,08 (dieses Jahr bereits 9,93) vor Yohan Blake in 10,09 (9,95) und Steve Mullings in 10,10.

Letzterer ist in 9,80 hinter dem allenfalls noch für die US-Staffel in Daegu in Betracht kommenden Gay (9,79) und klar vor Bolt Weltranglisten-Zweiter.

Dix macht Double perfekt

Über 200 m triumphierte bei den US-Titelkämpfen Walter Dix in 19,95 vor Darvis Patton in 19,98 und Jeremy Dodson, der in 20,07 ebenso Saisonbestzeit lief.

In Kingston reichten Mullings 20,11 Sekunden (Nr. 5 in der Welt), um Nickel Ashmeade (20,32) und Mario Forsythe (20,36) zu schlagen.

Ashmeade ist in 19,95 Weltranglisten-Zweiter hinter Bolt.

Spannung bei Frauen

Bei den Frauen darf man in Daegu spannende Sprint-Duelle erwarten zwischen Carmelita Yeter und Jamaikas 200-m-Olympiasiegerin Veronica Campbell.Brown.

Jeter siegte mit zuviel Wind in 10,74 und wurde in 22,23 Zweite über 200 m.

Die Jamaikanerin Veronica Campbell-Brown holte in 10,84 und 22,44 die Titel.

Vier Jahres-Weltbestmarken

Der Schlusstag der US-Titelkämpfe von Eugene gab es vier Jahres-Weltbestmarken.

Hierfür sorgten Hochspringer Jesse Williams, der nach 2,37 m sogar gute Versuche über 2,41 m verzeichnete, sowie drei schnelle Frauen.

Kellie Wells gewann über 100 m Hürden in 12,50 Sekunden, Shalonda Williams über 200 m in 22,15 Sekunden und im Weitsprung trumpfte Weltmeisterin Brittney Reese mit 7,19 m auf beim Erfolg über Janay Deloach (6,97).

Zeitgleich im Ziel

Für weitere überragende Leistungen sorgten die Männer in hochkarätigen Finals über 400 m Hürden und im Kugelstoßen.

Junioren-Weltmeister Jeshua Anderson schlug in 47,93 Sekunden beim Millimetersieg über den zeitgleichen Olympia- und WM-Dritten Bershawn Jackson an.

Als Dritter lag Angelo Taylor, Olympiasieger von 2000 und 2008, auch nur knapp zurück (47,94).

USA wird wohl dominieren

Das Kugelstoß-Duell gewann Ex-Weltmeister Adam Nelson mit 22,09 m.

Wenn auch der Olympiazweite Christian Cantwell seine 21,87 und Ex-Weltmeister Reese Hoffa die 21,86 m bei der WM bestätigen, bleibt dem Rest der Welt wohl keine Medaille.

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