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Powell wurde 2009 in Berlin mit der jamaikanischen Staffel Weltmeister © getty

Der jamaikanische Sprintstar sorgt mit Jahres-Bestleistung für den Höhepunkt beim Diamond-League-Meeting in Lausanne.

Lausanne - Das 100-m-Spektakel der Diamond League bleibt in jamaikanischer Hand:

In Jahres-Weltbestzeit von 9,78 Sekunden setzte Asafa Powell am Donnerstag in Lausanne die Siegesserie der schnellen Männer von der Karibik-Insel fort.

In Abwesenheit von Superstar Usain Bolt, der am 9. Juli in Paris in die Königsklasse der Leichtathletik zurückkehrt, entriss Powell bei 1,0 m Rückenwind dem verletzten US-Rivalen Tyson Gay die Saisonbestmarke beim klaren Sieg vor Landsmann Michael Frater (9, 88).

Als Dritter stellte Christophe Lemaitre in 9,95 seinen französischen Rekord ein.

Tamgho mit Jahres-Weltbestleistung

Für eine zweite Jahres-Weltbestmarke sorgte ein zweiter französischer Europameister: Teddy Tamgho erzielte im einzig gültigen Versuch bei 1,4 m Rückenwind 17,91 m.

Die Überraschung des Abends war die Niederlage von Kroatiens Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic, die statt des möglichen 100. Zwei-Meter-Sprungs nur 1,90 m schaffte und beim Sieg der Russin Anna Tschistjakowa (1,95 m) auf Platz sechs abstürzte.

Die Deutschen verpassten beim siebten Saison-Meeting der Diamond League ihren achten Saisonsieg. Malte Mohr (München) wurde wie bei der Hallen-WM 2010 Zweiter, mit 5,73 m besiegt von Frankreichs Europameister Renaud Lavillenie (5,83).

Dritte Plätze für de Zordo und Müller

Beide scheiterten dann an der Jahres-Weltbestmarke von 5,88 m. Vierter wurde der Olympia-Achte Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) mit 5,43 m, Fünfter Fabian Schulze (München/5,43).

Speerwerfer Matthias de Zordo und Diskuswerferin Nadine Müller (Halle/Saale) wurden Dritte.

Der Saarbrücker Vize-Europameister erzielte im ersten Versuch 83,65 m und ließ dann fünf ungültige Würfe folgen. Somit nahm Norwegens Olympiasieger Andreas Thorkildsen nach mit 88,19 m nur knapp verfehlter Jahres-Weltbestmarke problemlos Revanche für seine Osloer Niederlage gegen den Deutschen.

Die EM-Sechste Nadine Müller lieferte als Dritte mit 63,58 m einen soliden Wettkampf beim Sieg der Kubanerin Yarelis Barrios (64,29).

Deutsche Siege ohne Wertung

Deutsche Siege gab es in schwach besetzten Wettbewerben außerhalb der Diamond-League-Wertung für Cathleen Tschirch (Leverkusen) in 11,45 Sekunden über 100 m und die deutsche 4x100-m-Staffel der Frauen in 43,35 Sekunden.

Ihren ersten großen Erfolg über die internationale Konkurrenz feierte über 100 m Hürden Australiens neue Hoffnung Sally Pearson.

In 12,47 Sekunden blieb sie unter der Jahres-Weltbestmarke, doch der Rückenwind blies mit 3,3 m pro Sekunde zu stark. Über 110 m Hürden der Männer triumphierte Kubas Olympiasieger Dayron Robles in 13,12.

Rudisha setzt Siegesserie fort

Kenias 800-m-Weltrekordler David Rudisha setzte in 1:44,15 Minuten seine Siegesserie fort.

Im Weitsprung zeigte Weltmeisterin Brittney Reese (USA) als Siegerin mit 6,85 m, dass sie zu Recht an der Spitze der Weltrangliste steht. Mit starken 21,83 m hielt der Amerikaner Christian Cantwell die Kugelstoß-Konkurrenz in Schach.

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