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Usain Bolt (l. mit Lemaitre) gewann bei Olympia 2008 in Peking drei Mal Gold © AFP

Der Weltrekordler über die 100- und 200 m lässt bei der Diamond League in Paris Lokalmatador Lemaitre und Co. keine Chance.

Paris - Im Schatten von Sprintstar Usain Bolt hat sich Speerwerferin Christina Obergföll an die Weltspitze gesetzt und ihre Ambitionen auf WM-Gold unterstrichen.

Während Bolt beim Diamond-League-Meeting in Paris über 200 m in 20,03 Sekunden locker gewann, steigerte sich die Olympia-Dritte von Peking 2008 bei ihrem dritten Diamond-League-Sieg in Serie auf 68,01 Meter.

Für den zweiten deutschen Sieg in der französischen Hauptstadt sorgte Diskus-Weltmeister Robert Harting.

Bolt ließ sich von technischen Problemen mit der Startanlage und der damit verbundenen Verzögerung kaum aus der Ruhe bringen und sorgte für die erwartet große Show. Allerdings ließ der 24-Jährige auf den letzten Metern austrudeln und vergab eine deutlich bessere Zeit.

Jahres-Weltbestleistung von Obergföll

Obergföll schleuderte den Speer bereits im ersten Versuch als erste Frau in diesem Jahr über die 68-Meter-Marke und unterstrich damit eindrucksvoll ihre Ambitionen, bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu (27. August bis 4. September) nach Silber 2005 und 2007 endlich Gold zu gewinnen.

Die 29-Jährige aus Offenburg gewann nach den Erfolgen in Eugene und New York vor der tschechischen Olympiasiegerin Barbora Spotakova (67,57) und der Russin Maria Abakumowa (65,12), der bisherigen Nummer eins des WM-Jahres (67,98).

Nur Platz sieben belegte die deutsche Meisterin Katharina Molitor (61,74).

Harting reicht erster Versuch

Harting, mit 68,99 m Weltjahresbester, schockte die Konkurrenz bereits im ersten Versuch mit der Siegesweite von 67,32 m, hatte anschließend aber keinen gültigen Versuch mehr.

Der polnische Europameister Piotr Malachowski (67,26) kam bis auf sechs Zentimeter an den Berliner heran und wurde vor Olympiasieger Gerd Kanter (Estland/67,24) Zweiter.

Auf Platz sechs landete Martin Wierig (64,20).

Stabhochspringer enttäuschen

Leer ging das deutsche Stabhochsprung-Quartett aus. Doha-Sieger Malte Mohr (5,53) scheiterte an 5,73 m und musste seinem großen Konkurrenten Renaud Lavillenie (5,73) beim Heimspiel den Sieg überlassen.

Raphael Holzdeppe (5,53), Fabian Schulze (5,53) und Alexander Straub (5,33) spielten ebenfalls keine Rolle im Kampf um die Podiumsplätze.

Auch Hochspringer Raul Spank enttäuschte mit 2,23 Meter und Platz neun.

Demut wird Siebte

Weitsprung-Europameister Christian Reif belegte mit 7,99 m Platz sieben beim Sieg von Olympiasieger Irving Saladino (Panama/8,40). Carsten Schlangen lief über die 1500 m in 3:35,74 Minuten auf Platz 14.

Im Dreisprung landete die deutsche Rekordhalterin Katja Demut mit 14,06 m auf Platz sieben. Die Kubanerin Yargelis Savigne siegte mit der Jahres-Weltbestleistung von 14,99 m.

Ebenfalls Siebte wurde Kugelstoßerin Nadine Kleinert mit 18,01 m beim Sieg von Olympiasiegerin Valerie Vili (Neuseeland/20,78).

Über die 400 m Hürden schnappte sich die Tschechin Zuzana Hejnova in 53, 29 Sekunden den Sieg und die Jahres-Weltbestleistung. Ebenfalls eine neue Bestmarke setzte Athen-Olympiasiegerin Meseret Defar aus Äthiopien über 5000 m in 14:29,52 Minuten.

Baptiste dominiert 100-m-Lauf

Kelly-Ann Baptiste (Trinidad und Tobago) setzte sich über 100 m in 10,91 Sekunden gegen das jamaikanische Duo Veronica Campbell-Brown (10,95) und Kerron Stewart (11,04) durch.

Über 800 m siegte Weltmeisterin Caster Semenya (Südafrika) in 2:00,18 Minuten.

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