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Silke Spiegelburg führt die Stabhochsprung-Wertung der Diamond League an © getty

Beim Birmingham-Meeting siegen Spiegelburg und Müller, de Zordo fehlen fünf Meter. Powell verpasst eine 100-m-Topzeit.

Birmingham - Mit einem Lächeln im Gesicht hat Stabhochspringerin Silke Spiegelburg dem englischen Regen in Birmingham getrotzt und sich ihren zweiten Diamond-League-Sieg in diesem Jahr gesichert.

Den starken Auftritt der kleinen deutschen Mannschaft rundeten die siegreiche Diskuswerferin Nadine Müller aus Halle an der Saale und Speerwerfer Matthias de Zordo (Saarbrücken) mit seinem zweiten Platz ab.

Jamaikas Sprintstar Asafa Powell gewann in Abwesenheit von Weltrekordler Usain Bolt die 100 m in 9,91 Sekunden und unterstrich seine Gold-Ambitionen bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu (27. August bis 4. September). (BERICHT: Keine Konkurrenz für "Thunder-Bolt")

Mehrere Fehlstarts hatten für Verzögerungen gesorgt und eine bessere Zeit des Weltjahresbesten (9,78) verhindert.

Spiegelburg übernimmt Gesamtführung

Die Jahres-Weltbeste Spiegelburg ließ sich auch von zwei Fehlversuchen bei 4,61 m nicht aus der Ruhe bringen und holte sich mit 4,66 m ihren zweiten Sieg in der Diamond League nach dem Erfolg in Shanghai.

Damit übernahm Spiegelburg, die anschließend dreimal am deutschen Rekord von 4,78 m scheiterte, auch die Führung in der Diamond-League-Wertung.

Hinter Holly Bleasdale (Großbritannien/4,61), Swetlana Feofanowa (Russland/4,46) und Fabiana Murer (Brasilien/4,46) landete Kristina Gadschiew (Zweibrücken) mit 4,46 m auf Platz fünf.

Müller siegt deutlich

Die WM-Sechste Müller gewann mit guten 65,75 m deutlich vor Aretha Thurmond (USA/62,65) und Dani Samuels (Australien/62,33). Müller, Nummer zwei der Weltrangliste (66,05), warf eine starke Serie und übertraf auch im ersten (65,24) und im letzten Versuch (65,19) die 65-Meter-Marke.

Nach den dritten Plätzen in Rom und Lausanne hat Müller jetzt beste Chancen, auch die Diamond-League-Wertung für sich zu entscheiden. (BERICHT: Öbergölls Traum vom WM-Gold wird greifbar)

de Zordo chancenlos

Der EM-Zweite de Zordo, der in Oslo gewonnen hatte, war mit 83,42 m diesmal chancenlos gegen den norwegischen Olympiasieger Andreas Thorkildsen, der sich mit 88,30 m an die Spitze der Jahres-Weltbestenliste setzte.

Vlasic verpasst Jubiläum

Ebenfalls eine Jahres-Weltbestleistung erzielte die Australierin Sally Pearson über die 100 m Hürden. Pearson gewann in 12,48 Sekunden vor Danielle Carruthers (USA/12,52).

Hochspringerin Blanka Vlasic (Kroatien) gewann mit 1,99 m vor der höhengleichen Russin Anna Tschitscherowa, verpasste aber erneut ihren 100. Sprung über die Zwei-Meter-Marke, als sie dreimal an 2,01 m scheiterte.

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