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Pascal Behrenbruch wurde 6. bei der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin © imago

Die beiden Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch und Rico Freimuth liegen auf WM-Kurs. Jennifer Oeser strebt die Titelverteidigung an.

Ratingen - Mit Rückenwind Richtung WM.

Die Zehnkämpfer Rico Freimuth (Halle/Saale) und Pascal Behrenbruch (LG Frankfurt) liegen nach dem ersten Tag des Mehrkampf-Meetings in Ratingen auf Kurs 8200 Punkte und damit der geforderten A-Norm für die Titelkämpfe im südkoreanischen Daegu (27. August bis 4. September).

Vor 3285 Zuschauern profitierte das Duo auch von reichlich Windunterstützung.

Freimuth (Halle/Saale) liegt mit 4228 Punkten auf Rang zwei, Behrenbruch folgt mit 4179 Punkten auf Rang vier. Der Algerier Larbi Bouraada führt mit 4409 Punkten.

"Kannst den Wind nur nutzen, wenn du gut drauf bist"

"Der Wind ist sicherlich eine Unterstützung, aber den kannst du nur nutzen, wenn du was drauf hast", sagte Zehnkampf-Bundestrainer Rainer Pottel.

Im Siebenkampf strebt Vize-Weltmeisterin Jennifer Oeser (Leverkusen) als Führende mit 3851 Punkten die Titelverteidigung an, während Lilli Schwarzkopf (LG Rhein-Wied), die die WM-Norm (6150 Punkte) noch nicht geknackt hat, mit 3702 Punkten das WM-Ticket zum Greifen nahe hat.

"Jennifer hat eine sehr ansprechende Punktzahl, damit bin ich sehr zufrieden. Lilli absolviert einen guten Wettkampf. Wenn alles normal läuft, sollte sie das Ticket für Daegu buchen", sagte Siebenkampf-Bundestrainer Wolfgang Kühne.

Freimuth legt los wie die Feuerwehr

Freimuth, der beim Meeting im österreichischen Götzis mit seiner Bestleistung von 8158 Punkten haarscharf an der Norm vorbeigeschrammt war, legte bei optimalen Bedingungen los wie die Feuerwehr.

Seinen glänzenden 10,50 Sekunden über 100 m (3,4 m/s Rückenwind) folgten 7,42 m im Weitsprung und 14,44 m im Kugelstoßen. Im Hochsprung gab es mit 1,88 m einen kleinen Rückschlag, dafür mit 48,86 Sekunden über die 400 m einen glänzenden Abschluss.

Behrenbruch glänzte nach guten Leistungen über 100 m (10,86) und im Weitsprung (7,21) mit 16,02 m im Kugelstoßen und blieb mit 1,94 m im Hochsprung im Rahmen. Dazu kamen gute 49,83 Sekunden über 400 m.

Niklaus feiert Comeback

Der frühere Hallen-Weltmeister Andre Niklaus (Berlin) feierte nach drei Jahren verletzungsbedingter Wettkampfpause ein solides Comeback und liegt mit 3954 Punkten im Bereich der von ihm angestrebten 7800 Punkte.

Nicht in Ratingen am Start ist Jan-Felix Knobel (Frankfurt), der mit 8288 Punkten in Götzis als bisher einziger deutscher Athlet die WM-Norm geknackt hat.

Optimaler Start für Oeser

Im Siebenkampf erwischte Oeser einen optimalen Start. Die 27-Jährige, die das Ticket für die WM bereits in der Tasche hat, steigerte ihre persönliche Bestleistung über 100 m Hürden um 23 Hundertstel auf 13,14 Sekunden.

Damit legte Oeser den Grundstein für die Führung nach dem ersten Tag mit 3851 Punkten und peilt die 6400-Punkte-Marke an.

Auch Schwarzkopf nutzte die Windunterstützung über 100 m Hürden und lief in 13,32 ebenfalls Bestzeit.

Nach 1,74 m im Hochsprung und 14,23 m im Kugelstoßen lief sie 24,72 Sekunden über 200 m. "Ich bin auf dem richtigen Weg, um am Ende das Ticket nach Daegu zu lösen", sagte Schwarzkopf.

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