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Sabine Krantz wurde bei der Weltmeisterschaft 2007 in Osaka Achte © getty

Laut IAAF-Mitglied Digel wird die Geherin nicht in Daegu an den Start gehen. Eine Sondergenehmigung wäre wie ein "Dammbruch".

Berlin - Die Wattenscheider Weltklassegeherin Sabine Krantz hat keine Chance mehr, an den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu (27. August bis 4. September) teilzunehmen.

Dies bestätigte Helmut Digel, Council-Mitglied des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF), dem Berliner Tagesspiegel.

Während der DLV noch versucht, über Gespräche mit Europa- und Weltverband eine Lösung zu erreichen, sagt Digel: "Es ist ein sehr, sehr ärgerlicher Fall für die Athletin. Aber es besteht für sie keine Möglichkeit mehr."

Sabine Krantz hatte die geforderte WM-Norm zwar geschafft, der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) den Wettbewerb jedoch zuvor nicht entsprechend bei der IAAF angemeldet.

Darum waren nicht die drei erforderlichen internationalen Kampfrichter vor Ort, die laut Regel notwendig sind (BERICHT: 64 Tickets für Daegu vergeben).

"Das wäre ein Dammbruch"

Ein Antrag auf Sondergenehmigung sei aussichtslos, sagte Digel: "Der IAAF liegen fünf oder sechs solcher Anträge vor, unter anderem ein vergleichbarer Fall aus Italien. Es herrscht aber in der IAAF die Meinung, dass es ein Dammbruch wäre, einem solchen Antrag stattzugeben."

Auch ein Gnadengesuch beim IAAF-Präsidenten sei nicht vorgesehen.

Die Athletin könne auch den Weltverband nicht auf Startrecht verklagen, wenn der nationale Verband den Fehler gemacht habe, sagte Digel (BERICHT: Peinliche Panne überschattet WM-Nominierung).

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