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Christina Obergföll gewann 2007 bei der WM in Osaka eine Silbermedaille © getty

Deutschlands Speerwurf-Ass gewinnt beim Diamond-League-Meeting in London das Dauerduell. Spencer läuft Jahres-Weltbestzeit.

London - Christina Obergföll hat drei Wochen vor der Leichtathletik-WM ein psychologisch wichtiges Duell gegen Olympiasiegerin Barbora Spotakova gewonnen.

Beim letzten Diamond League-Meeting (Sa., ab 15.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) vor dem Saisonhöhepunkt in Südkorea (27. August bis 4. September) konterte die Offenburgerin zweimal die Führung der Weltrekordlerin.

Obergföll siegte mit dem starken Meeting-Rekord von 66,74 m vor der Tschechin, die im fünften Versuch 66,41 m erzielt hatte (BERICHT: 64 Tickets für Daegu vergeben).

Während Obergföll nach vier Saisonerfolgen mit 20 Punkten vor den beiden letzten Meetings in Zürich und Brüssel bereits den Sieg in der Disziplinwertung der Diamond League sicher hat, erlitt Silke Spiegelburg im Kampf um die 40.000-Dollar-Prämie im Stabhochsprung einen Rückschlag.

Sie liegt nach Platz fünf mit 4,64 m mit 10:8 Punkten nur noch knapp vor der Brasilianerin Fabiana Murer.

Höhengleich mit Spiegelburg wurde die deutsche Rekordlerin Martina Strutz mit 4,63 m Sechste und nur auf Rang neun landete Carolin Hingst (4,55) beim Sieg von Weltranglisten-Spitzenreiterin Jennifer Suhr (USA/4,79) 434833(DIASHOW: Der DLV-Kader für die WM).

Spencer setzt Highlight

Im Stabhochsprung reiften die deutschen Träume an der Stätte des ersten 5-m-Sprungs von Russlands Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa (2005) nicht.

Mit der Jahres-Weltbestzeit von 52,79 Sekunden über 400 m Hürden hatte zuvor Kaliese Spencer das erste Highlight im altehrwürdigen Crystal Palace gesetzt.

Die US-Amerikanerin unterbot nach enormem Anfangstempo erstmals die 53-Sekunden-Grenze und setzte sich an die achte Position der "ewigen" Weltrangliste auf dieser Distanz. Jahres-Weltbestzeit lief in 44,61 Sekunden über 400 m völlig überraschend der erste 18 Jahre alte Kirani James (Grenada).

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Doppeltriumph von Jamaika

Trotz der Abwesenheit von Jamaikas Weltrekordläufern Usain Bolt und Asafa Powell (Muskelzerrung) feierten die Sprinter von der Karibikinsel einen Doppeltriumph.

Yohan Blake gewann die 100 m angesichts des starken Gegenwindes von 1,6 m in respektablen 9,95 Sekunden vor Nesta Carter (10,01).

Über 110 m Hürden schlug Kubas Olympiasieger Dayron Robles in 13,04 die USA-Elite um Jason Robertson (13,08) und David Oliver (13,19). Starke 1:42,91 Minuten bot als 800-m-Sieger Kenias Weltrekordler David Rudisha.

Wie der künftige Weltmeister präsentierte sich Mitchell Watt mit 8,45 m im Weitsprung.

Der Australier, der den starken Briten Chris Tomlinson (8,30 - regulär 8,25) niederhielt, sprang bereits im vierten Saisonwettkampf zwischen 8,40 m und 8,54.

Hartmann verpasst WM-Norm

Etliche Deutsche scheiterten klar an den WM-Normen.

Exakt fünf Meter zur WM-Norm fehlten Speerwerferin Esther Eisenlauer auf Platz acht mit 56,50 m, bei 800-m-Läuferin Jana Hartmann waren es eineinhalb Sekunden beim B-Lauf-Sieg in 2:01,97 Minuten, bei Arne Gabius auf Platz neun über 5000 m in 14:44,14 gut 21 Sekunden.

Um eine halbe Sekunde scheiterte als Vorlauf-Neunter bei Gegenwind in schwachen 14,02 Alexander John beim Versuch, als dritter deutscher Hürdensprinter die A-Norm zu schaffen. Über 4x100 m verpassten die deutschen Frauen mit Platz vier in 43,54 ihre Saisonbestzeit (43, 33).

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