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Die Leichtathletik-WM findet vom 27. August bis zum 4. September in Daegu statt © getty

Laut Sportdirektor Kurschilgen wird eine "sechsstellige Summe" benötigt, "um im Weltmaßstab wettbewerbsfähig zu bleiben".

München - Finanzieller Hilferuf des DLV eine Woche vor dem Auftakt der 13. Weltmeisterschaften:

Sportdirektor Thomas Kurschilgen spricht vor dem Saisonhöhepunkt in Daegu/Südkorea (27. August bis 4. September) von einer Summe "im hohen sechsstelligen Bereich", die nötig wäre, "um im Weltmaßstab wettbewerbsfähig zu bleiben." (434833Der DLV-Kader für die WM)

Für Thomas Kurschilgen sei die Mittelausstattung in der Leistungssportförderung des DLV unzureichend, um im Weltmaßstab wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Dies betreffe die staatlichen Fördermittel wie auch die Erlöse aus der Vermarktung der Tochtergesellschaft des DLV, der DLP.

Erweiterung bei Geld und Personal

Der Nachfolger des nach der WM 2009 in Ruhestand gegangenen Jürgen Mallow meint: "Um unserem Anspruch der sportfachlichen Führung der Kaderathleten professionell umzusetzen, brauchen wir Kompetenzteams mit Fachleuten aus Trainingswissenschaft, Ernährungswissenschaft, Leistungsdiagnostik, Medizin und Physiotherapie."

Darüber hinaus würden "zur Steuerung der Trainingsarbeit an den Bundesstützpunkten deutliche finanzielle Erweiterungen im hohen sechsstelligen Bereich" benötigt.

Modell für Vertragsathleten

Kurschilgen will auch das Modell zum DLV-Vertragsathleten konkretisieren und konsequent umzusetzen.

Er begründet die Notwendigkeit einer besseren finanziellen Ausstattung auch damit: "Der Verlust dreier wichtiger Sponsoren (Bauhaus, DAK, Lufthansa) konnte bisher trotz einer überaus erfolgreichen und attraktiven DLV-Nationalmannschaft seit 2009 nicht kompensiert werden".

Die Spielräume des DLV zur Förderung des Spitzensports seien damit geringer.

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Kooperation mit Veranstaltern

Der DLV-Sportdirektor verweist auf die besondere Situation 2012 mit den Europameisterschaften in Helsinki und den Olympischen Spielen in London sowie dem sehr frühen DM-Termin.

"Dadurch wird eine enge Kooperation mit den nationalen Meetingveranstaltern notwendig sein, um eine optimale Vorbereitung der Kaderathleten auf Olympia zu ermöglichen."

Meetingserie in Deutschland?

Kurschilgen sieht den Verband auch an anderer Stelle gefordert.

Er sagt: "Für den Olympiazyklus 2013-2016 stelle ich mir die Entwicklung einer nationalen Meetingserie in der Stadion-Leichtathletik mit ausgewählten Disziplinen über die deutschen Meisterschaften bis hin zum ISTAF in Berlin vor."

Hauptziel solle es sein, mit hoher medialer Aufmerksamkeit die leistungsstärksten nationalen Athleten und Athletinnen in Deutschland zu präsentieren.

"Hierzu sollte in Zusammenarbeit von Vermarktungsgesellschaft des DLV und ausgewählten Meetingmachern eine Strategie entwickelt werden".

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