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Sprinterin Ekaterini Thanou hat mittlerweile eine zweijährige Sperre verbüßt © imago

Nach ihrem Peking-Ausschluss fordert die Sprinterin Ekaterini Thanou Schadenersatz vom Internationalen Olympischen Komitee.

Athen - Nach ihrem Ausschluss von Olympia 2008 in Peking plant die griechische Leichtathletin Ekaterini Thanou offenbar eine Millionen-Dollar-Klage gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC).

Diese soll sich auch gegen Präsident Jacques Rogge und IOC-Mitglieder wie den Griechen Lambis Nikolaou richten.

Dies berichtet die Internet-Seite des griechischen Leichtathletik-Verbandes "HellenicAthletes.com" mit Bezug auf ungenannte Quellen.

Die IOC-Executive hatte die 33-Jährige wegen Verstoßes gegen die Olympische Charta, Regel 45.2, von der Teilnahme in Peking ausgeschlossen.

Zweijährige Sperre verbüßt

"Es handelt sich um ein ernsthaftes Vergehen, Frau Thanous Handlungen 2004 haben die olympische Bewegung in Misskredit gebracht", hieß es in Peking in einer IOC-Erklärung zum Fall der 100-m-Olympiazweiten von Sydney 2000, die zwischenzeitlich eine zweijährige Sperre (bis Dezember 2006) verbüßt hatte.

Thanou ist erste Anwärterin auf das 100-m-Gold, das Marion Jones (USA) nach ihrem Dopinggeständnis zurückgab (Alle MehrSport-News) .

Das IOC will die Medaillen erst nach mehr Klarheit im Skandal um das kalifornische Doping-Labor Balco neu vergeben.

Fingierter Motorradunfall

Thanou reklamiert für sich, der Leichtathletik-Weltverband IAAF und der Internationale Sportgerichtshof CAS hätten den Fall von Athen 2004 eigentlich schon abgeschlossen.

Vor dem Auftakt der Spiele hatte sich Thanou damals nach Auffassung der Sportgerichte durch einen fingierten Motorradunfall zusammen mit Kostas Kenteris, 200-m-Olympiasieger von Sydney 2000, einer Dopingkontrolle entzogen.

Über B-Norm qualifiziert

Thanou behauptet, es hätte 2008 keine weiteren Sanktionen gegen sie geben dürfen.

Die nur über die B-Norm in 11,39 Sekunden für Peking qualifizierte Sprinterin fordert Schadenersatz für entgangene Einnahmen, unterstellt den von ihr Beklagten kriminelles Handeln und IOC-Offiziellen Drohungen gegen sie beim Entzug der Olympia-Akkreditierung 2004. Deren Handeln sei ein Verstoß gegen griechische Gesetze gewesen.

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