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Ariane Friedrich gewann bei der Hallen-EM 2009 in Turin die Goldmedaille © getty

Ariane Friedrich kommt nach ihrer Verletzung in Schwung und springt in Karlsruhe auf Rang 2. Carolin Nytra wird disqualifiziert.

Karlsruhe - Hochspringerin Ariane Friedrich (Frankfurt) und Kugelstoß-Weltmeister David Storl (Chemnitz) haben mit zwei zweiten Plätzen für die deutschen Top-Resultate beim Hallen-Meeting in Karlsruhe gesorgt.

Bei ihrem Comeback wurde Hallen-Europameisterin Carolin Nytra (Mannheim) über 60 m Hürden im Finale wegen eines Fehlstarts disqualifiziert, nachdem sie im Vorlauf mit 7,97 Sekunden geglänzt hatte.

Den Sieg in Abwesenheit der angeschlagenen Hallen-Weltmeisterin Lolo Jones (USA) sicherte sich ihre Landsfrau Yvette Lewis in 7,98 Sekunden. Cindy Roleder (Leipzig/8,07) belegte Rang vier.

Nur Olympiasieger bezwingt Storl

Ariane Friedrich (Frankfurt) steigerte sich bei ihrem dritten Start nach ihren Comeback immerhin auf 1,90 m und belegte damit den zweiten Platz hinter der Russin Irina Gordejewa (1,93).

Die WM-Dritte von Berlin 2009 war zwar 15 Zentimeter von ihrem Meeting-Rekord entfernt, meinte aber erleichtert: "Ich kann's noch! Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Noch ist nicht alles so ein Selbstläufer wie früher, aber es waren wirklich gute Sprünge dabei. Ich traue mich endlich wieder, richtig in den Sprung reinzugehen."

Weltmeister Storl musste sich mit guten 21,03 m Polens Olympiasieger Tomasz Majewski geschlagen geben, der mit 21,27 m Landesrekord stieß. Dritter wurde Hallen-Weltmeister Christian Cantwell (USA/20,68).

Hallen-Europameister Ralf Bartels (Neubrandenburg/19,31) belegte nur Rang sieben.

Strutz muss aufgeben

Zwei Wochen vor den nationalen Titelkämpfen an gleicher Stelle landete 100-m-Europameisterin Verena Sailer (Mannheim) über 60 m beim Sieg der bulgarischen Olympiavierten Iwet Lalowa (7,16) mit 7,27 Sekunden auf dem fünften Platz. Im Vorlauf war Sailer 7,23 gelaufen.

"Der Vorlauf ist richtig gut gelungen, damit war ich sehr zufrieden. Das Finale war dann nicht so toll. Die Erleichterung ist groß, dass alles hält und dass ich gut laufen kann, das ist für mich das Wichtigste", sagte Europas schnellste Frau.

Das Duell der beiden besten deutschen Stabhochspringerinnen entschied Hallenrekordhalterin Silke Spiegelburg (Leverkusen) mit 4,68 m für sich, weil Vizeweltmeisterin Martina Strutz (Neubrandenburg) nach übersprungenen 4,32 m wegen Fußproblemen ihren Wettkampf beendete.

Dibaba nicht zu schlagen

Über 3000 m lief Arne Gabius (Tübingen) als Fünfter in 7:38,13 Minuten auf Platz zwei der ewigen deutschen Hallenbestliste hinter Rekordhalter Dieter Baumann (7:37,51). Augustine Kiprono Choge (Kenia) gewann in starken 7:29,94 Minuten.

Bethwel Birgen (Kenia) setzte über 1500 m eine Jahresweltbestzeit in 3:34,65 Minuten. Vize-Europameister Carsten Schlangen (LG Nord Berlin) verpasste in 3:40,41 als Sechster die Hallen-WM-Norm (3:40,00) knapp.

Die Äthiopierin Genzebe Dibaba deklassierte über die selbe Strecke in 4:00,13 Minuten die Konkurrenz.

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