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Rene Herms war sechmal in Folge Deutscher Meister über die 800 m © getty

Im Raum steht der Vorwurf, der Verband habe sich nicht gekümmert um den verstorbenen Mittelstrecken-Läufer. Die Funktionäre wehren sich.

Dresden - Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat die Vorwürfe der Witwe des aus bislang ungeklärten Gründen vor anderthalb Wochen verstorbenen Mittelstrecklers Rene Herms zurückgewiesen.

Steffi Herms hatte am Montag im Gespräch mit der Sächsischen Zeitung gesagt, der Verband habe sich nicht um ihren Mann gekümmert:

"Als er in Schwierigkeiten steckte, mit Problemen zu kämpfen hatte und Hilfe gebraucht hätte, da wurde ihm der Rücken gekehrt."

Das stimme nicht, betonte DLV-Präsident Clemens Prokop: "Sowohl Bundestrainer Henning von Papen als auch DLV-Teammanager Siegfried Schonert hielten regelmäßigen Kontakt zu Rene, auch nach seinem Ausscheiden aus dem B-Kader 2008/2009."

Keine persönliche finanzielle Unterstützung

Allerdings habe es wie in so einem Fall üblich keine finanzielle Förderung mehr gegeben. "Sie ist begrenzt auf Training und trainingsbegleitende Maßnahmen", sagte Prokop. "Eine individuelle wirtschaftliche Unterstützung findet durch den DLV grundsätzlich nicht statt und ist bei ca. 500 Kaderathleten nicht möglich."

Als Verband wolle man sich aber an der Spendenaktion des Dresdner SC für die Hinterbliebenen beteiligen. "Mit dem Geld sollen die Kosten für die Beerdigung beglichen werden (Fassunslosigkeit nach Herms Tod). Und vielleicht reicht es auch für die bestehenden Verbindlichkeiten", sagte DSC-Präsident Günther Rettich der Sächsischen Zeitung.

Das Konto bei der Ostsächsischen Sparkasse in Dresden (BLZ 85050300) hat die Nummer 3100333348.

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