Spiegelburg und Müller verpassen Olympia-Revanche
Stockhom - Am Ende lag die Latte wieder ein bisschen zu hoch.
Stabhochspringerin Silke Spiegelburg hat die Revanche für ihren enttäuschenden vierten Platz bei Olympia verpasst und ist bei der Höhenjagd beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Stockholm nicht über Platz zwei hinausgekommen.
Auch Diskuswerferin Nadine Müller konnte sich nicht vollends für ihre Pleite in London rehabilitieren.
Gesamtsieg noch drin
Die 26-Jahre alte deutsche Rekordlerin und Weltranglistenerste (4,82) Spiegelburg überquerte lediglich ihre Anfangshöhe von 4,55 m, scheiterte danach aber im Pokerspiel mit der Olympia-Zweiten Yarisley Silva an 4,70 und 4,76.
Der Kubanerin reichten in einem insgesamt schwachen Feld 4,70 zum Sieg. Dritte wurde Brasiliens Weltmeisterin Fabiana Murer, die das Olympia-Finale in London sensationell verpasst hatte.
In der Gesamtwertung der Diamond League liegt Spiegelburg bei nur noch zwei ausstehenden Wettkämpfen lediglich einen Punkt hinter Murer.
"Schade, ich hätte das Ding gerne nach Hause geholt, dann wäre ich in Führung", sagte die Leverkusenerin. Für den Gesamtsieg winkt eine Prämie in Höhe von 40.000 Dollar.
Olympiasiegerin enttäuscht
Lisa Ryzih aus Ludwigshafen sicherte sich mit 4,46 Rang vier. Vize-Weltmeisterin Martina Strutz war völlig von der Rolle. Die 30 Jahre alte Olympia-Fünfte aus Neubrandenburg scheiterte drei Mal kläglich an ihrer Anfangshöhe von 4,31.
Dasselbe Missgeschick ereilte Olympiasiegerin Jennifer Suhr aus den USA bei 4,55. Russlands Weltrekordlerin und Olympia-Dritte von London Jelena Issinbajewa war nicht am Start.
Müller wird Zweite
Diskuswerferin Nadine Müller musste sich in Schwedens Hauptstadt mit Rang drei begnügen.
Die 26 Jahre alte WM- und EM-Zweite aus Halle an der Saale, die in London nicht über Rang fünf hinausgekommen war, warf im zweiten Versuch 65,07 m und musste sich Kroatiens Olympiasiegerin Sandra Perkovic (68,77) sowie Russlands Olympia-Zweiten Darja Pischtschalnikowa (66,85) geschlagen geben.
Perkovic strich mit ihrem Wurf insgesamt 60.000 Dollar (knapp 49.000 Euro) ein. Für ihren Meetingrekord erhält die 22-Jährige einen Diamanten im Wert von 10.000 Dollar. Die gleiche Summe streicht sie für ihren Sieg in Stockholm ein.
Außerdem ist ihr der Triumph in der Gesamtwertung der Diamond League nicht mehr zu nehmen, wofür sie noch einmal 40.000 Dollar erhält.
Adams erhält Diamanten
Kugelstoßerin Christina Schwanitz bestätigte ihre gute Olympia-Form und belegte mit 18,72 m den dritten Rang.
Die 26 Jahre alte EM-Fünfte aus Thum musste sich nur Olympiasiegerin Valerie Adams aus Neuseeland (20,26) und Russlands Silbermedaillengewinnerin Jewgenia Kolodko (19,08) geschlagen geben. In London kam Schwanitz mit 18,47 auf Platz zehn.
Adams erhielt für ihren Stoß neuen Stadionrekord ebenfalls einen Diamanten.
Scharipowa glänzt
Olympiasiegerin Julija Saripowa aus Russland sorgte für ein internationales Highlight und ist mit 9:05,02 Minuten über 3000 m Hindernis auf Platz zwei der ewigen Bestenliste gelaufen.
Bisher rannte die Strecke nur Gulnara Galkina (ebenfalls Russland) bei ihrem Olympiasieg in Peking (8:58,81) und zuvor 2004 bei ihrem Weltrekord in Heraklion (9:01,59) schneller als die 26-Jährige.
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