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Jelena Issinbajewa ist bereits zweimalige Olympiasiegerin © getty

Die Leichtathletik-Meetings sorgen für neue Weltjahresbestleistungen. Stabhochspringerin Issinbajewa gelingt ein Weltrekord.

München - Eine Flut von Jahres-Weltbestmarken stand drei Wochen vor der Hallen-EM in Turin im Mittelpunkt des Leichtathletik-Wochenendes.

Mit zwei Weltrekordsprüngen in Donezk/Ukraine ist Stabhochsprung-Königin Jelena Issinbajewa ein spektakulärer Einstieg in die Hallen-Saison geglückt.

Die 26 Jahre alte Olympiasiegerin übersprang zunächst 4,97 m und steigerte damit ihre am 16. Februar des vergangenen Jahres an gleicher Stätte erzielte Bestmarke um zwei Zentimeter.

Anschließend übersprang sie im zweiten Versuch als erste Athletin auch in der Halle 5,00 m. Ihre Freiluft-Bestmarke steht bei 5,05 m. Issinbajewa hat damit insgesamt bereits 26 Weltrekorde aufgestellt. ad

Scherbath mit Sieg in Düsseldorf

Gleich drei neue Saisonrekorde gab es vor 2.000 Zuschauern im Düsseldorfer Arena-Sportpark, wo Tobias Scherbarth mit 5,70 m im Stabhochsprung für den einzigen deutschen Sieg sorgte. In Karlsruhe verpasste Ariane Friedrich nur knapp einen deutschen Rekord.

Beim vierten PSD Bank Meeting lief Irlands Hallen-Europameister David Gillick vor 2000 Zuschauern in ausverkaufter Halle 46,18 Sekunden über 400 m.

Die bereits 37 Jahre alte Chandra Sturrup (Bahamas) egalisierte im 60-m-Finale in 7,17 Sekunden die Jahres-Weltbestzeit. Und auf der selten gelaufenen 5000-m-Distanz war James Kwalia (Katar) in 13:25,69 Minuten im Ziel.

Weltjahresbestleistungen allerorten

24 Stunden später lief der Äthiopier Bekana Daba in Fayetteville/Arkansas bereits 13:17,69 im schnellsten 5000-m-Rennen seit drei Jahren und hinter ihm Galen Rupp in 13:18,12 US-Rekord.

Eine weitere Weltjahresbestzeit stellte Bianca Knight (USA) in 22,88 Sekunden über 200 m auf.

Sieg über Vlasic

Mit Jahres-Weltbestleistung von 2,05 m und dem Sieg über die höhengleiche Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien) trumpfte Hochspringerin Ariane Friedrich beim Karlsruher Hallenmeeting der Leichtathleten auf.

Die Frankfurterin scheiterte dann wie die Olympiazweite erst an 2,07 m, was Einstellung des deutschen Rekordes von Heike Henkel (Leverkusen/1992) bedeutet hätte. Friedrich wurde Siegerin in ihrem vierten diesjährigen 2-m-Wettkampf, weil sie wie 2,05 auch 2,03 m auf Anhieb übersprungen hatte.

Zwei Bestwerte in Paris

Ebenfalls für Weltjahresbestleistungen beim Hallenmeeting in Paris sorgten der französische Junioren-Weltmeister Teddy Tamgho mit 17,58 m im Dreisprung und Greg Nixon (USA) in 32,68 Sekunden über 300 m.

Nach eltichen Angriffen auf den Weltrekord von Sergej Bubka (Ukraine/6,15 m) begnügte sich Australiens Stab-Olympiasieger Steven Hooker diesmal mit 6,00 m und meinte: "Mir fehlt die Frische, um heute weiter zu steigern."

Chambers schwingt sich zum Favoriten auf

Zwei Weltjahresbestzeiten gab es auch bei den russischen Titelkämpfen in Moskau. (Leichtathletik-News)

Über 400 m lief Antonia Kriwoschapka 50,55 Sekunden, über 800 m unterbot Irina Moraschewa bereits im Vorlauf in 1:59,36 als erste Läuferin des Jahres die Zwei-Minuten-Grenze.

Im Finale unterlag die 24-Jährige allerdings Maria Sawiniwa (1:59, 45) und wurde am Ende nur Dritte.

Der umstrittene ehemalige Dopingsünder Dwain Chambers hat bei den britischen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Sheffield in 6,51 Sekunden die Jahres-Weltbestzeit über 60 m egalisiert.

Der Vize-Weltmeister in der Halle egalisierte die Marke des Amerikaners Mike Rodgers und ist nun klarer Favorit für die Hallen-EM am ersten März-Wochenende in Turin.

Usain Bolt siegt ohne große Anstrengung

Dreifach-Olympiasieger Usain Bolt ist in Jamaikas Hauptstadt Kingston mit einer 400-m-Zeit von 46,35 Sekunden in die Freiluft-Saison 2009 gestartet.

Beim Leichtathletik-Meeting Camperdown Classic im National Stadium East holte der 22-Jährige nach vorsichtigem Auftakt die Konkurrenz bei 150 m ein und trudelte dann noch deutlich langsamer als in der Endphase seines 100-m-Olympiasieges von Peking ins Ziel.

"Ich bin zufrieden mit seiner Zeit. Wir sind etwas hinter unserem Vorbereitungsstand des Vorjahres, nach Olympia gab es einfach zu viele Ablenkungen", meinte Trainer Glen Mills, der von einem ersten 100-m-Rennen im Mai sprach.

Bolt will Johnsons Weltrekord

Bei der WM in Berlin (15.-23. August) will Bolt seine Titel über 100, 200 und 4x100 m verteidigen. 2008 war Bolt, dessen Bestzeit bei 45,28 steht, in 46,94 in die Saison gestartet.

Ab 2010 will der 22-Jährige verstärkt die 400 m trainieren und den Weltrekord von Michael Johnson (USA/43,18) in Angriff nehmen.

Bolt hält jedoch einen Dreifach-Triumph über 100, 200 und 400 m bei Olympia 2012 in London für ausgeschlossen.

"Drei Goldmedaillen in drei Einzelrennen sind unmenschlich - auch für mich", meinte der Jamaikaner, der in Peking Weltrekorde über 100 m (9,69 Sekunden) und 200 m (19,30) aufgestellt sowie mit Jamaikas 4x100m-Staffel (37,10) erzielt hatte.

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