vergrößernverkleinern
Skolimowska gewann 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney die Goldmedaille © getty

Die Leichtathletik-Szene wird mit dem Tod der Hammerwerferin Kamila Skolimowska von einem erneuten Unglück erschüttert.

Warschau - Die Polin Kamila Skolimowska, Hammerwurf-Olympiasiegerin von Sydney 2000, starb nach Angaben polnischer Medien am Mittwoch im Trainingslager im portugiesischen Vila Real de Santo Antonio.

Sie wurde nur 26 Jahre alt. Erst am 9. Januar war der deutsche 800-m-Läufer Rene Herms (Fassungslosigkeit nach Herms Tod) aus Pirna ebenfalls 26-jährig an einer beidseitigen Herzmuskelentzündung gestorben.

Skolimowska soll während des Trainings im Kraftraum einen Schwächeanfall erlitten haben.

Anschließend konnte sie nach Angaben ihrer Teamkollegen, darunter Sydney-Olympiasieger Szymon Ziolkowski, selbst zum herbeigerufenen Krankenwagen gehen, fiel dann aber erneut in Ohnmacht, aus der sie nicht mehr erwachte.

Todesursache noch unklar

Eine Obduktion soll nun Aufschluss über die Todesursache bringen.

Die Ärzte in Portugal spekulierten über einen Herzinfarkt. Der polnische Teamdoktor sagte allerdings, eine Lungenembolie sei wahrscheinlicher.

Die am 4. November 1982 in Warschau geboren Athletin hatte angeblich schon am Dienstag über Schmerzen in den Waden geklagt.

Erfolge in jungen Jahren

Skolimowska, die oft in Deutschland startete und mit ihrer Bestweite von 76,83 m Vierte der ewigen Weltbestenliste ist, war 2000 als 17-jährige jüngste Olympiasiegerin in einer Wurfdisziplin geworden.

2004 in Athen wurde Skolimowska Fünfte, 2008 in Peking war sie im Finale verletzungsbedingt ohne gültigen Versuch geblieben.

Ihr Vater ist Robert Skolimowski, ein ehemaliger Weltklasse-Gewichtheber im Superschwergewicht, der in seiner Laufbahn WM-Medaillen gewann und an den Sommerspielen 1980 in Moskau teilnahm (Rang sieben).

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel