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Ariane Friedrich sprang am 15. Februar 2009 mit 2,05 m persönlichen Hallen-Rekord © imago

Hochspringerin Ariane Friedrich springt in Leipzig einen brillanten Wettkampf. Jetzt soll die Weltmeisterin aus Kroatien zittern.

München - Angeführt von Hochsprung-Überfliegerin Ariane Friedrich haben die deutschen Leichtathleten bei der Hallen-DM in Leipzig mit Spitzenleistungen in der Luft brilliert.

Zwei Wochen vor der Hallen-EM in Turin (6. bis 8. März) verfehlte Friedrich nur hauchdünn 2,06 m und siegte mit 2,00.

Stabhochspringerin Silke Spiegelburg steigerte den deutschen Rekord um einen Zentimeter auf 4,71 m und ihr Disziplinkollege Danny Ecker wehrte mit guten 5,80 m den Ansturm der Jugend ab.

Die Jahres-Weltbeste Friedrich, die in diesem Winter schon 2, 05 sprang, sowie Titelverteidiger Ecker werden nun an der Spitze des fast 40-köpfigen deutschen Teams für die Hallen-EM stehen.

Die Meisterschaft, bei der der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) an die Bilanz der Titelkämpfe von vor zwei Jahren in Birmingham mit Eckers Gold und drei weiteren Medaillen anknüpfen will, ist allerdings nur Durchgangsstation auf dem Weg zur Heim-WM in Berlin (15. bis 23. August).

Friedrich reißt 2,06 Meter hauchdünn

Friedrich, Olympia-Siebte von Peking, war zweimal quasi schon über die Latte hinweg, ehe sie diese doch noch leicht touchierte.

Anschließend richtete sie eine Kampfansage an Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien): "Ich bin fit für Turin. Jetzt muss sich Blanka fürchten. Ich habe sie in Karlsruhe geschlagen und denke, dass ich es in Turin wieder kann."

In fünf von sechs Wettkämpfen dieses Winters schaffte die Frankfurterin mindestens 2,00 m. (Leichtathletik-News)

Spiegelburg springt Rekord

Spiegelburg übertraf die zwei Jahre alte Bestmarke von Carolin Hingst (Mainz) und ist jetzt in Europa Nummer zwei hinter Russlands Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa (5,00). (Bestmarken purzeln im Akkord)

"Ich hatte von oben bis unten Gänsehaut", meinte die Leverkusenerin.

Ihr Vereinskollege und Routinier Ecker (31) setzte sich trotz einer Schulterverletzung gegen den 25 Jahre alten Studenten-Weltmeister Alexander Straub (Filstal/ebenfalls 5,80) Youngster Malte Mohr (Leverkusen/5,75) sowie den ehemaligen Hallen-Weltmeister Tim Lobinger (München/5,70) durch.

"Dinosaurier" Ecker

Ecker sprach von einem "Kampf der Generationen": "In dem waren Tim und ich die Dinosaurier. Aber letztlich zählt die Höhe und nicht das Alter."

"Mit jeder guten Leistung wird der unsichtbare Rucksack, den wir seit Peking tragen, ein bisschen leichter", sagte Eike Emrich, für Leistungssport zuständiger DLV-Vizepräsident.

Er hoffe, dass dieser im Laufe des nächsten Vierteljahres ganz abgelegt werden kann und die Olympia-Pleite mit nur einer Bronzemedaille bis zur WM in Berlin vergessen gemacht werden könne.

Bayer und Hinrichs überzeugen

Europäische Spitzenleistungen boten vor insgesamt 7000 Zuschauern an den zwei Tagen auch Weitspringer Sebastian Bayer (Bremen/8,13) und Kugelstoßerin Denise Hinrichs (Wattenscheid/19, 25), die beide jeweils als Nummer drei zur Hallen-EM fahren.

Das gilt auch für Kugel-Europameister Ralf Bartels (Neubrandenburg), der mit 20,08 siegte, aber zuvor schon 20,14 erzielt hatte. Über 200 m überzeugte der Wattenscheider Alexander Kosenkow in 20,78. Die Strecke gehört jedoch nicht zum EM-Programm.

Zehn Mal die EM-Norm

Beste 60-m-Sprinter waren Stefan Schwab (Schwarzenbek/6,59 Sekunden) und Verena Sailer. Die Mannheimerin siegte nach 7,22 Sekunden im Halbfinale im Finale in 7,25 Sekunden.

Insgesamt zehn Athleten reichten in Leipzig Hallen-EM-Normen nach. Die Maximalzahl von drei deutschen Startern wird in Turin neben den beiden Stabhochsprüngen im Kugelstoßen, Weitsprung, über 1500 m und über 60 m Hürden der Männer ausgeschöpft.

Im Kugelstoßen der Frauen, wo drei Athletinnen die Norm erfüllt haben, verzichtet die WM-Dritte Nadine Kleinert (Magdeburg). Verletzungsbedingt absagen musste Christian Blum (München), Europas Nummer drei über 60 m.

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