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Oscar Pistorius holte bei den Paralympics 2008 in seiner Schadensklasse dreimal Sprint-Gold © imago

Nach dem schweren Unfall des Leichathleten und dreimaligen Paralympics-Siegers Oscar Pistorius gibt es eine erste Entwarnung.

Johannesburg - Der südafrikanische Prothesensprinter Oscar Pistorius ist nach einem Bootsunfall mit Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus in Johannesburg eingeliefert worden.

"Er hat leichte Gesichtsverletzungen, Risswunden und Blutergüsse erlitten", wird ein behandelnder Arzt von der südafrikanischen Nachrichtenagentur SAPA zitiert. "Es geht ihm gut. Sein Gehirn funktioniert normal und er ist zu 100 Prozent bei Bewusstsein. Wir können ihn bald entlassen."

Sein Manager Peet van Zyl erklärte, der 22-Jährige sei mit einem Freund mit einem normalen Schnellboot auf dem Vaal River unterwegs gewesen, als sich der Unfall ereignete.

Entwarnung gegeben

Zunächst hatte es geheißen, Pistorius sei nach dem Unfall notoperiert worden und liege auf der Intensivstation.

"Oscar wurde den Nachmittag über an Nase und Kiefer operiert und danach zur Überwachung auf die Intensivstation verlegt", stellte van Zyl klar. Pistorius' Teilnahme am Paralympic World Cup (20. bis 25. Mai in Manchester) sei voraussichtlich nicht gefährdet.

Kein Vorteil durch Karbon-Prothesen

Im vergangenen Jahr hatte Pistorius, dem im Alter von elf Monaten wegen eines Gendefektes die Unterschenkel amputiert wurden, vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS durchgesetzt, dass er auch bei Wettkämpfen der Nicht-Behinderten zugelassen wird.

Seine Karbon-Prothesen würden Pistorius keinen Vorteil verschaffen, hieß es damals in der Begründung des CAS.

Für die Olympischen Spiele in Peking hatte der Athlet die Qualifikationsnorm allerdings verpasst.

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