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Liu holte 2004 im Hürden-Sprint Chinas erstes Olympia-Gold in der Leichtathletik © getty

Dem Hürden-Sprinter geht seine Genesung zu langsam - sein WM-Start ist gefährdet. Bei der nächsten Verletzung will er aufhören.

Peking - Chinas Leichtathletik-Star Liu Xiang wird auf die Leichtathletik-WM in Berlin (15.-23. August) verzichten, wenn der Heilungsprozess nicht schneller als bisher verläuft.

"Derzeit ist Liu 60 bis 70 Prozent fit, aber das größte Problem sind die letzten 10 Prozent, die über höchste Beweglichkeit, Kraft und Geschwindigkeit entscheiden", sagte Trainer Sun Haipeng der "China Daily", der größten englischsprachigen Zeitung des Landes.

Liu erklärte im gleichen Blatt, er werde seine Karriere bei einem neuerlichen Rückschlag beenden.

Auch ein mentales Problem

"Eine weitere Verletzung - dann sage ich adieu", meinte der tragische Olympiaheld von Peking 2008 gut zwei Monate nach seiner Achillessehnen-Operation bei einem amerikanischen Spezialisten in Houston/Texas. (Hoffnung für den tragischen Olympia-Helden)

Trainer Sun versicherte, die Rückkehr zur mentalen Stärke sei das andere Problem, das es zu lösen gelte. Auch er vertritt die Auffassung: "Eine weitere Verletzung würde das Ende der Laufbahn bedeuten."

Liu Xiang, der Weltmeister von 2007, musste bei Olympia in Peking als große Goldhoffnung von Gastgeber China im Vorlauf über 110 m Hürden aufgeben. Sein Ausfall hatte im Riesenreich eine kollektive Trauer ausgelöst.

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