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Bei der EM 2006 in Göteborg gewann Petra Lammert Bronze © getty

Zwei Kugelstoßerinnen lassen den DLV in Turin jubeln. Weitere Goldmedaillen gehen nach Russland, Frankreich und Belgien.

Turin - Mit dem Doppeltriumph im Kugelstoßen feierten Deutschlands Leichtathleten ein Jahr nach ihrem Olympiadebakel einen Traumstart in die 30. Hallen-Europameisterschaften in Turin.

Mit 19,66 m gewann Petra Lammert ihr erstes Gold bei internationalen Meisterschaften. Silber holte Aufsteigerin Denise Hinrichs, die im letzten Versuch den Sieg mit 19,63 m nur knapp verfehlte. Bronze ging mit 18,71 m an die Rumänin Anca Heltne.

"Diesen Auftakt haben wir uns gewünscht", meinte DLV-Cheftrainer Herbert Czingon, der nun hofft, dass das 38-köpfige Team in den 26 Entscheidungen noch mindestens vier weitere Medaillen gewinnt.

Erster Wurf der Weiteste

"Das ist der Hammer, ich bin sprachlos. Am Vortag wurde noch einmal mein Ellbogen punktiert, den ich mir vor Olympia verletzt hatte, das hat den Druck im Gelenk deutlich reduziert", meinte Petra Lammert.

Bereits im ersten Versuch machte sie sich drei Tage nach dem 25. Geburtstag selbst das schönste Geschenk.

Denise Hinrichs haderte ein wenig mit ihrer knappen Niederlage: "Ich hatte zwar die beste Serie, aber am Ende zählt die beste Weite. Jetzt feiern wir mit zwei Gläsern Milch", meinte die 21-Jährige, die sich in eineinhalb Jahren von 18,06 auf 19,63 m steigern konnte.

Hürden-Gold nach Belgien und Frankreich

Die drei anderen Goldmedaillen am ersten EM-Tag holten die Russin Anna Bogdanowa mit 4761 Punkten im Fünfkampf sowie über 60 m Hürden Eline Berings (Belgien) in 7,92 und Ex-Weltmeister Ladji Doucoure (Frankreich) in 7,55 Sekunden.

Zumindest Finalplätze belegten dabei Nadine Hildebrand als Sechste in 8,16 (Vorlauf 8,11) über 60 m Hürden sowie Christine Schulz mit 4461 Punkten bei Rang sieben im Fünfkampf.

Nur Zwölfte wurde dort nach einem Patzer im Hochsprung Sonja Kesselschläger (4321).

Drei Deutsche im Stabhochsprung-Endkampf

Über 60 m Hürden waren im Halbfinale Willi Mathiszik in 7,70 als Fünfter, Erik Balnuweit in schwachen 7,79 als Siebter und Helge Schwarzer, der an Position zwei liegend stürzte, gescheitert.

Ebenso Carolin Nytra, die trotz eines Stolperers mit deutscher Jahresbestzeit von 8,05 als Fünfte aussschied.

Das Hochsprung-Finale erreichte Raul Spank mit guten 2,30 m, den Endkampf im Stabhochsprung Silke Spiegelburg, Kristina Gadschiew und Anna Batke.

In Runde eins auf der Strecke blieben am ersten Tag über 800 m Rene Bauschinger in 1:52,50 Minuten, Weitspringerin Melanie Bauschke (6,39) und Dreispringerin Katja Demut (13,76).

Friedrich fit fürs Finale

Startklar für das Gold-Duell im Hochsprung scheint mittlerweile auch die zuletzt erkältete Weltranglisten-Erste Ariane Friedrich zu sein.

"Es wird täglich besser. Sie fühlt sich körperlich wohl und kann trainieren", erklärte Teamarzt Dr. Helmut Schreiber.

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