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Urinproben gehören noch lange nicht der Vergangenheit an © imago

Der Weg für das Quintett zu einer Weiterbeschäftigung als Trainer ist frei. Der Vorgang könnte Signalwirkung haben.

Berlin - Fünf Leichtathletik-Trainer haben sich in einer wegweisenden Erklärung zu ihren Verfehlungen im Dopingsystem der DDR bekannt und Reue gezeigt.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) verbreitete das Schriftstück am Montagnachmittag.

Mehrkampf- und Sprung-Coach Rainer Pottel, Diskus-Bundestrainer Gerhard Böttcher, Speerwurf-Bundestrainerin Maria Ritschel, Kugelstoß-Bundestrainer Klaus Schneider sowie Siebenkampf-Bundestrainer Klaus Baarck versicherten mit ihrer Unterschrift zugleich, nach der Wende 1989 einen Sinneswandel durchlebt zu haben und jetzt für einen sauberen Sport einzutreten.

"Soweit die Sportler durch den Einsatz von Dopingmitteln gesundheitliche Schäden davon getragen haben sollten, sind wir tief betroffen und bedauern dies sehr. Die daran beteiligten Trainer entschuldigen sich ausdrücklich dafür", heißt es in dem Papier.

Signalwirkung erwartet

Damit ist für das Quintett der Weg zu einer Weiterbeschäftigung als Trainer beim DLV frei.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die von DDR-Dopingopfern heftig kritisierte Erklärung bereits gebilligt. Auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble kündigte seine Zustimmung an.

Der Vorgang könnte Signalwirkung für den gesamten deutschen Sport haben.

Goldmann klagt

Nicht zu den Unterzeichnern der Erklärung gehört der vom DLV wegen seiner Dopingvergangenheit entlassene Berliner Coach Werner Goldmann, dessen Fall die Offensive ins Rollen gebracht hat (Alle Mehrsport-News).

Er klagt vor dem Arbeitsgericht Darmstadt auf Weiterbeschäftigung. Die nächste Verhandlung findet am Donnerstag statt.

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