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Irina Mikitenko gewann im vergangenen Jahr auch den London-Marathon © getty

Eine Kenianerin gewinnt den Boston-Marathon, Irina Mikitenko hat den Serien-Jackpot vor Augen. Dahinter gibt's einen Rettungseinsatz.

Boston - Die Siegerin landete im Geschichtsbuch, die Vorjahressiegerin im Krankenhaus:

Der älteste Stadtmarathon der Welt lieferte auch bei der 113. Auflage in Boston historische Ereignisse und Dramen.

So als Kenias Olympia-Zehnte Salina Kosgei (32) nach 2:32:16 Stunden triumphierte und die Äthiopierin Dire Tune Zentimeter dahinter (2:32:17) kolabierte.

Aber auch als Kara Goucher, die als erste Amerikanerin binnen 24 Jahren siegen wollte, in Tränen aufgelöst in 2:32:25 nur Dritte wurde.

Serie gerissen

Ebenfalls 150.000 Dollar Siegprämie kassierte der Olympia-Vierte Deribe Merga aus Äthiopien, der in 2:08:41 Stunden die Erfolgsserie von Robert Kipkoech Cheruiyot beendete.

Der Kenianer, der insgesamt schon viermal und zuletzt dreimal in Folge vorne gelegen hatte, wurde nur Fünfter.

Merga (28) startete den entscheidenden Angriff nach 28 Kilometern und holte bis ins Ziel auf den Zweitklassierten Daniel Rono (Kenia) 50 Sekunden Vorsprung heraus. Dritter wurde der Amerikaner Ryan Hall in 2:09:40.

Jackpot vor Augen

Unangetastet blieben am Patriots Day die Streckenrekorde von Cheruiyot aus dem Jahr 2006 (2:06:17) und Margaret Okayo aus Kenia (2:20:43/2002). Cheruiyot verpasste zudem die Chance, Geschichte zu schreiben, und als erster Läufer den Boston-Marathon viermal in Serie zu gewinnen.

Im Grunde lief in Boston vieles für die Wattenscheiderin Irina Mikitenko, die nach sieben von 12 Rennen der World-Marathon-Majors-Serie 2008/09 den Jackpot vor Augen hat.

Mit einem erneuten Sieg beim London-Marathon am Sonntag könnte die 36-Jährige der Konkurrenz schon beinahe uneinholbar enteilen und die Hand nach der zweiten Hälfte der Laufmillionen ausstrecken, nachdem sie bereits im Vorjahr 500.000 in der Champions League des Marathons gewonnen hatte.

Mikitenko weiter vorn

Der Boston-Marathon brachte keine wesentlichen Veränderungen an der Spitze des Gesamtklassements.

Männer-Sieger Deribe Merga rückte mit 30 Punkten hinter Olympiasieger Samuel Wanjiru (Kenia/40) auf Rang zwei vor.

Bei den Frauen eroberte Dire Tune (Äthiopien/40) ebenfalls den zweiten Platz in der WMM-Wertung hinter Mikitenko, die in nur zwei Rennen bereits die Idealpunktzahl 50 erlaufen hat.

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