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Irina Mikitenko läuft nach 2.22.10 Stunden in London durch das Ziel © getty

Die 36-Jährige siegt in London und läuft sich in die Favoritenrolle für die WM. In Hamburg verpasst Ulrike Maisch die WM-Norm.

London - Irina Mikitenko hat beim London-Marathon ihren Vorjahressieg wiederholt und sich endgültig in die Favoritenrolle für die WM in Berlin (15. bis 23. August) gelaufen.

Die für den TV Wattenscheid startende 36-Jährige siegte nach einem furiosen Rennen in inoffiziellen 2:22:11 Stunden gegen Weltklasse-Konkurrenz um die drei Medaillengewinnerinnen der Olympischen Spiele.

Es war für die deutsche Rekordlerin der dritte Erfolg im vierten Marathonlauf ihrer Karriere.

Sie kassierte dafür 55.000 Dollar Siegprämie und 25.000 Zeitbonus.

Führung in den World Marathon Majors ausgebaut

Zugleich baute sie ihre Führung in den World Marathon Majors, der Champions League des Marathons. Die gebürtige Kasachin kann nun darauf hoffen, wie im Vorjahr den 500.000-Dollar-Jackpot zu gewinnen und zur Laufmillionärin zu werden. ("Miki" kann auf 500.000 Dollar hoffen)

Mikitenko liegt nach acht von zwölf Rennen mit der Optimalzahl von 75 Punkten fast uneinholbar in Front. Bis zum Finale in New York (1. November) finden noch der WM-Marathon sowie die Rennen in Berlin (20. September) und Chicago (11. Oktober) statt.

Europameisterin Maisch verpasst WM-Norm

Derweil hat Europameisterin Ulrike Maisch beim 24. Hamburg-Marathon Platz drei belegt, die angepeilte Norm für die WM jedoch klar verpasst.

In 2:34:28 Stunden lag die 32-Jährige 5:27 Minuten hinter Siegerin Alessandra Aguilar (Spanien/2:29:01) und 2:28 Minuten hinter der WM-Norm (2:32).

Rang zwei belegte die Äthiopierin Tigist Abdi Sheni (2:34:01).

Erster durchgelaufener Marathon seit 2007

Für Maisch war es der erste durchgelaufene Marathon seit ihrem sechsten Platz im Oktober 2007 in Frankfurt. Ihre persönliche Bestzeit von 2:30:01 Stunden hatte sie bei ihrem EM-Sieg in Göteborg 2006 aufgestellt.

"Ich hoffe, die Zeit reicht dennoch für die WM-Nominierung. Ich hätte mir den Lauf heute leichter gewünscht, aber es hat mit der großartigen Unterstützung der Zuschauer trotzdem viel Spaß gemacht", sagte Maisch.

Bei den Männern hatte sich zuvor der Äthiopier Solomon Tsige durchgesetzt und damit seinen ersten großen Erfolg auf der 42,195-km-Distanz gefeiert.

Der Halbmarathon-Spezialist siegte in persönlicher Bestzeit von 2:11:47 Stunden, blieb aber deutlich hinter dem Streckenrekord des viermaligen Hamburg-Siegers Julio Rey (Spanien) von 2:06:52 Stunden zurück.

Manuel Mayer bester Deutscher

Zweiter wurde der Kenianer Charles Ngolepus (2:13:25), der als Tempomacher für die Hansestadt verpflichtet worden war, sich jedoch bis zum Ende durchbiss.

Als bester deutscher Läufer kam Manuel Mayer in 2:20:50 Stunden auf den zwölften Rang.

Bei Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen waren am Morgen gut 20.000 Teilnehmer ins Rennen gegangen. Rund 800.000 Zuschauer säumten die Strecke der nach Berlin zweitgrößten deutschen Marathon-Veranstaltung.

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