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Michael Möllenbeck gewann bei der WM 2001 in Edmonton und 2005 in Helsinki Bronze © getty

73 Athleten haben die Nominierung für die WM in Berlin in der Tasche. 12 weitere Startplätze stellt der Präsident in Aussicht.

München - Rund 20 deutsche Leichtathleten kämpfen am Freitag in Leverkusen und Sonntag bei der Gala in Wattenscheid um ihre letzte Startchance für die Leichtathletik-WM in Berlin (15.-23. August). (Zum Zeitplan)

"Ich bin zuversichtlich, dass es über zehn von ihnen schaffen werden und die Mannschaft von derzeit 73 Nominierten noch auf rund 85 wächst", sagt Jürgen Mallow, Sportdirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (Der vorläufige WM-Kader).

Vor dem WM-Meldeschluss am Montag stehen auch rund 60 Nominierte auf dem WM-Prüfstand.

Medaillenkandidaten gefordert

Aus dem Kreis der WM-Hoffnungen starten an beiden Schauplätzen im Speerwurf die Olympiadritte Christina Obergföll und Europameisterin Steffi Nerius, im Kugelstoßen Ralf Bartels, der 2006 ebenfalls EM-Gold gewann.

In Wattenscheid folgen die Weltranglistenerste Ariane Friedrich im Hochsprung, die leistungslabile Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch, die Kugelstoßerinnen um die Athen-Olympiazweite Nadine Kleinert sowie Diskus-Vizeweltmeister Robert Harting.

Lobinger und Ecker praktisch ohne Chancen

Praktisch keine WM-Chance mehr haben die Stabhochsprung-Größen Tim Lobinger und Danny Ecker, weil die Nominierung in ihrer Disziplin bereits abgeschlossen ist.

Nur im Falle einer weiteren Verletzung könnte einer nachrutschen, wie durch Ersatzmann Björn Otto nach dem Ausfall von Tobias Scherbarth geschehen.

Wahrscheinlich rückt im Zehnkampf nach dem Mittelfußbruch des Weltranglisten-Zweiten Michael Schrader auch der Wattenscheider Moritz Cleve (8004 Punkte) nach.

Staffelmitglieder gesucht

Fünf weitere Athleten haben sich seit der Nominierung stark für die WM empfohlen: Junior Robert Hering in 20,41 Sekunden über 200 m, U20-Weltmeister David Storl (20,43) im Kugelstoßen, Speerwerfer Tino Häber (83,46), Hürdensprinterin Carolin Nytra (12,78) sowie im Weitsprung U20-Europameisterin Melanie Bauschke (6,83 m).

Die A-Norm hatte zuvor schon Diskuswerfer Markus Münch.

Mallow: "Hinzu kommen auf alle Fälle noch je ein weiteres Mitglied für die vier Staffeln, über 4x400 m der Frauen sogar zwei. Andere Athleten sind darüber hinaus in der Diskussion oder werden sich am Wochenende ins Gespräch bringen."

Friedeck kann nur auf Gnade hoffen

In Leverkusen empfehlen wollen sich vor allem Lokalmatador Robin Schembera (800-m-Norm 1:45,40), Stefanie Lichtl und Nadine Hildebrand durch 12,96 über 100 m Hürden und Dreispringerin Kristin Gierisch (14,20).

Dagegen muss Ex-Weltmeister Charles Friedek, für den an beiden Schauplätzen kein Dreisprung im Programm steht, einmal mehr auf die Gnade der Funktionäre hoffen.

Hoffen auf die WM-Norm

In Wattenscheid hoffen vor allem die Diskuswerfer um den zweimaligen WM-Dritten und Lokalmatador Michael Möllenbeck auf 64,50 m, zwei weitere Speerwerfer auf 81,00 und gleich drei Hochspringer in Person von Eike Onnen (Norm 2,31), Meike Kröger und Julia Wanner (1,93).

Über 3000 m will sich der Kieler Steffen Uliczka für die Hindernis-Distanz empfehlen, der Tübinger Disziplinkollege Filmon Ghirmai läuft am Freitag in Stockholm.

Internationale Stars in Deutschland

Auch internationale Asse stehen in der Startliste. Bei beiden Meetings 9,99-Sprinter Mark Jelks (USA).

Wattenscheid erwartet den über 200 m sensationell auf 20,04 verbesserten Jung-Star Ramil Gulijew (Aserbeidschan), Kenias Langstrecken-Asse Silas Kipruto und Sammy Matahi, den viermaligen Hürden-Weltmeister Allen Johnson, Stab-Olympiasieger Tim Mack (2004), die Hürden-Weltranglisten-Erste Lolo Jones (alle USA) sowie Jamaikas 100-m-Olympiazweite Sherone Simpson.

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