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Robert Hartings persönlicher Rekord liegt bei 68,65 Metern aus dem Jahr 2008 © getty

Der Diskuswerfer fühlt sich durch gedopte Sportler um seinen "Lohn" betrogen und schlägt eine überraschende Lösung vor.

München - Diskus-Vizeweltmeister Robert Harting hat mit Blick auf die Leichtathletik-WM in Berlin (15.-23. August) (zum WM-Zeitplan) in einem Interview mit dem "Mannheimer Morgen" die Frage aufgeworfen, ob das Verbot des Dopings die beste Lösung sei.

Harting wird zitiert: "Wo Geld ist, wird gedopt. Eigentlich ist es sinnlos, gegen diese Tatsache anzukämpfen. In der Formel 1 wird auch getunt, um die Boliden weiterzuentwickeln und die Zeiten zu verbessern - und dort ist das erlaubt. Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser wäre, Doping in irgendeiner Form zu erlauben, so knallhart sich das auch anhören mag. Dann würde sich zumindest niemand mehr darüber aufregen."

Um den Lohn gebracht

Der Berliner glaubt: "Sport und Doping gehören leider so zusammen wie Henne und Ei. Wenn gedopt wird, stellt das den Sport in den Hintergrund - und zwar zurecht."

Harting weiter: "Man darf zwar keinen Generalverdacht aussprechen. Aber das Problem ist, dass Sportler wie ich, die einen Riesenverschleiß am eigenen Körper erzeugen, weil sie nicht dopen, um den Lohn für ihre ehrliche Arbeit gebracht werden." (Alles zur Leichtathletik-WM)

Harting im Formtraining

Rein sportlich beginne für Harting, der seine Saisonbestleistung am Sonntag in Wattenscheid auf 68,10 m steigerte, jetzt das Formtraining. "Ich hoffe, dass ich noch den einen oder anderen Meter heraushole. Ich bin zurzeit absolut leistungsgeil."

Wenn er "keinen großen Mist" mache, sei er vorn dabei. "Das Problem ist, dass vier Mann 70 Meter weit werfen können. Es werden Nuancen entscheiden. Im Heimstadion zu starten, wird ein riesengroßer Nervenkitzel, auf den ich mich sehr freue."

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