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Brasiliens WM-Kader ist vor der WM aufgrund der Doping-Fälle dezimiert worden © getty

Drei der brasiliansichen Leichtathleten sind mit Zweijahres-Sperren belegt worden. Die DOH ehrt ehemalige Trainer. Die Splitter.

München - Im Schnellverfahren sind drei der fünf brasilianischen EPO-Doper aus dem Team für die Weltmeisterschaft in Berlin mit Zweijahres-Sperren belegt worden.

Die Sprinter Bruno Tenorio und Jorge Celio Sena sowie Siebenkämpferin Lucimara Silvestre verzichteten auf die Öffnung der B-Probe.

Ihre Strafen laufen nach Angaben des Leichtathletik-Verbandes CBAt bis Juni 2011.

Die drei gehörten zu einem Quartett, welches bereits im Trainingslager in Königs Wusterhausen bei Berlin war und nach Bekanntwerden der positiven Proben die Heimreise antreten musste.

Möglicherweise sind weitere Personen betroffen

Außerdem sind die Sprinter Josiane Tito und Luciana Franca betroffen. Die beiden Trainer im "Rede Atletismo", Jayme Netto und Inaldo Sena, hatten die Schuld fürs Doping auf sich genommen und sind ebenfalls suspendiert.

Die CBAt will den Vorfall weiter untersuchen, weil sie befürchtet, weitere Personen könnten in den Skandal involviert sein.

Sprinter Tenorio gehörte zu Brasiliens 4x100-m-Staffel, die bei den Sommerspielen in Peking Platz vier belegt hatte. Netto trainierte das brasilianische Männer-Team, das 2000 in Sydney Olympiasilber über 4x100 m gewann.

Sport1.de hat weitere Nachrichten zur WM zusammengestellt:

Gay: "Größtes Rennen aller Zeiten"

Am Sonntag in einer Woche kommen sie nicht mehr aneinander vorbei.

Dann werden Usain Bolt und Tyson Gay bei der WM zum ersten Mal um Gold rennen, über die 100 Meter (zum WM-Zeitplan), und es wird, prophezeiht Gay in aller Unbescheidenheit, dies das "größte Sprintrennen aller Zeiten" werden.

In den folgenden sechs Tagen treffen sie dann noch zweimal aufeinander, über die 200 Meter und in der Staffel, und sogar zum Revanche-Rennen sind sie schon verabredet.

Der Ausweg über andere Strecken

Bislang allerdings haben Bolt und Gay nichts unversucht gelassen, sich so schnell wie möglich aus dem Weg zu gehen.

Beim Meeting in London waren sie beide am Start, der Jamaikaner über die 100, der US-Amerikaner über die 200 Meter.

Auch in Herzogenaurach, dem Stammsitz ihrer konkurrierenden Ausrüster in der Nähe von Nürnberg, liefen sie aneinander vorbei: Bolt kam am Donnerstag an, wird dort trainieren.

Gay hat zuletzt in München trainiert und rennt nun am Samstag beim Meeting in Cottbus.

Heidi-Krieger-Medaille für vier Trainer

Vier ehemalige Trainer aus Ost und West werden in diesem Jahr für ihr engagiertes Wirken gegen Doping im Spitzensport mit der Heidi-Krieger-Medaille ausgezeichnet. Das teilte die Doping-Opfer-Hilfe (DOH) am Freitag mit, ohne aber die Namen der vier Geehrten zu nennen.

"Wir wollen damit bewusst ein Zeichen setzen, dass Widerstehen und verantwortliches Handeln gegenüber anvertrauten Athleten sehr wohl möglich war und ist", heißt es in der Begründung.

Signal gegen DOSB-Haltung

Damit solle auch ein Signal gegen die "unglaubwürdige Haltung von Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB) und Bundesinnenministerium" gesetzt werden.

"In Doping verstrickten Trainern nach 20-jährigem Leugnen für eine pauschale, unverbindliche Entschuldigung erneut die Betreuung junger Athleten anzuvertrauen, die zum großen Teil noch minderjährig sind", schrieb die DOH weiter.

Letzte Presiträgerin war Anne-Kathrin Elbe

Die vier Preisträger werden anlässlich der WM am 20. August in Berlin ausgezeichnet.

Die Heidi-Krieger-Medaille ist der europaweit einzige Preis für engagiertes Wirken gegen Doping im Spitzensport und wird in diesem Jahr zum sechsten Mal verliehen.

Preisträgerin im Vorjahr war die Leichtathletin Anne-Kathrin Elbe, die durch ihre Beweise vor Gericht eine Verurteilung des Doping-Trainers Thomas Springstein möglich gemacht hatte.

300.000 Karten verkauft

Acht Tage vor WM-Beginn sind bereits 300.000 Eintrittskarten verkauft worden, vermeldete das WM-Organisationskomitee. Ziel der Veranstalter ist es, rund 500.000 Tickets abzusetzen und damit 15 Millionen Euro zu erlösen.

"Mit 300.000 verkauften Eintrittskarten und einem bereits ausverkauften WM-Tag sind wir auf einem sehr guten Weg", erklärte Michael Mronz, Mitglied des WM-OK's.

Sorgen bereitete jüngst allerdings vor allem noch das Auftakt-Wochenende, obwohl dort der Sprint-Gipfel zwischen Dreifach-Olympiasieger Usain Bolt (Jamaika) und Dreifach-Weltmeister Tyson Gay (USA) ansteht.

Als bislang einziger Tag ist der vorletzte WM-Tag am 22. August ausverkauft. An diesem Samstag wird das Olympiastadion mit 56.000 Zuschauern gefüllt sein.

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