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Weltmeister Tyson Gay (l.) musste in Peking verletzt passen © SPORT1

Eine Nervenschlacht kann Bolt auch im Halbfinale nicht stoppen. Gay lässt seine Topform aufblitzen und Powell hat auch Chancen.

Berlin - Dem großen Showdown zwischen Usain Bolt und Tyson Gay steht nichts mehr im Wege: Die beiden Sprint-Superstars haben sich für das mit Spannung erwartete Finale über 100 m am Sonntagabend qualifiziert.

Bolt musste im Halbfinale zunächst eine kleine Nervenschlacht durchstehen, als erst er selbst und dann Tyrone Edgar einen Fehlstart provozierte. Der Brite wurde als zweiter "Sünder" disqualifiziert.

Bolt blieb cool und setzte in 9,89 Sekunden eine starke Duftmarke. Gay zog in 9,93 Sekunden nach.

"Das kann ich besser"

Auch Ex-Weltrekordler Asafa Powell (9,95) kam weiter und dürfte ein gehöriges Wörtchen um den Sieg mitreden.

In den Zwischenläufen waren die Vorsprünge der Sprint-Stars noch bedeutend größer und trotzdem wurde mächtig Kraft gespart.

"Ich fühle mich ganz gut, aber mein Start war schlecht. Das kann ich wesentlich besser", erklärte der Titelverteidiger.

Die Leiste schmerzt

Hinzu kommt die Leistenverletzung, die ihm wohl mehr zu schaffen macht, als bislang angenommen.

Nach dem Vorlauf am Vormittag, den Gay als Schnellster (10,16) beendet hatte, gab er zu: "Meine Leiste schmerzt ein kleines bisschen, ich bin auf Nummer sicher gegangen. Ich wollte keine unnötige Energie verschwenden."

Powell ist Zwischenlaufschnellster

In ausgezeichneter Form präsentierte sich auch Ex-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika) als Zwischenlauf-Schnellster in 9,95 Sekunden.

Powell will die Pläne von Bolt und Gay durchkreuzen, in Berlin ihre Dreifach-Siege zu wiederholen. Der Jamaikaner Bolt hatte bei Olympia in Peking über 100, 200 und 4x100 m jeweils in Weltrekordzeit triumphiert, Gay auf den gleichen Distanzen bei der WM 2007 in Osaka.

"Ich bin bereit. Ich weiß, was ich tun muss, um Champion zu werden", hatte Bolt kürzlich gesagt.

Keller scheitert im Zwischenlauf

Dagegen kam für Martin Keller als letzten deutschen Sprinter in der Runde der besten 40 erwartungsgemäß das Aus.

Der Chemnitzer belegte in seinem Lauf in 10,40 Sekunden den siebten Platz. Im Vorlauf hatte Keller in 10,35 Sekunden seine Saisonbestzeit eingestellt.

Unger und Schwab früh raus

Bereits in der ersten Runde (zum WM-Zeitplan) waren der deutsche Meister Tobias Unger und Stefan Schwab ausgeschieden.

Unger, bei der DM vor einem Monat in 10,18 Sekunden noch deutsche Jahresbestzeit gelaufen, enttäuschte in 10,42 Sekunden.

Auch Schwab blieb in 10,50 Sekunden weit unter seiner Bestzeit (10,19).

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