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Ariane Friedrich wurde 2009 Halleneuropameisterin im Hochsprung © getty

Die Hochsprung-Favoritin überlässt nichts dem Zufall und nimmt ihre eigene Schlafunterlage mit. Bolt stellt einen Rekord auf.

Berlin - Im Athleten-Hotel "Berlin, Berlin" staunte man nicht schlecht: Als Ariane Friedrich am Dienstag in die riesige Bettenburg einzog, brachte sie ihre eigene Matratze mit.

"Arianes Rückenprobleme hätten den Erfolg gefährden können. Darum haben wir kein Geld gescheut", sagt Manager Günter Eisinger, der aber klar feststellt:

"Die Bedingungen im Trainingslager Kienbaum waren wie die ganze Vorbereitung optimal. Und wir misstrauten auch den Berliner Betten nicht."

Für einen Wettanbieter ist die Deutsche am Donnerstag die Top-Favoriten im Kampf um Gold im Hochsprung. Mit einer Quote von 1,80 rangiert die 25-Jährige laut des Sportwettenanbieters vor Titelverteidigerin Blanka Vlasic (Kroatien/Quote 2,00).

Obergföll und Harting im Favoritenkreis

Speerwerferin Christina Obergföll wird von dem Wettanbieter ebenfalls sehr hoch bewertet. Mit einer Quote von 5,00 notiert das Unternehmen Obergföll hinter der Russin Maria Abakumowa (Quote 2,00) und der Tschechin Barbora Spotakova (Quote 2,20).

Sollte Europameisterin Steffi Nerius Gold gewinnen, zahlt der Wettanbieter bei 10 Euro Einsatz 210 Euro zurück (Quote 21,00).

Im Kampf um die Medaillen im Diskuswurf der Männer am Mittwoch gehört ein Deutscher zum Favoritenkreis.

Vize-Weltmeister Robert Harting wird mit einer Quote von 8,00 hinter Weltmeister und Olympiasieger Gerd Kanter (Estland/Quote 1,65) und Virgilius Alekna (Litauen/Quote 3,50) notiert.

Sport1.de hat weitere Nachrichten zur WM zusammengestellt:

Bolt mit neuem Geschwindigkeitsrekord

Der jamaikanische Superstar Usain Bolt ist bei seinem Fabel-Weltrekord mit einer Höchstgeschwindigkeit von 44,72 km/h (im Durchschnitt: 37,58) zu WM-Gold gesprintet (zum WM-Zeitplan).

Diesen Spitzenwert zwischen 60 und 80 m ergab die Auswertung der biomechanischen Parameter des phänomenalen 100-m-Finals am Sonntagabend mit leichtem Rückenwind (0,9 m/s). 140985(Die Bilder)

Bei seinem Olympiasieg in Peking war der 22-Jährige ohne Windunterstützung auf eine Maximalgeschwindigkeit von 43,91 km/h (37,15) gekommen.

Bessere Reaktionszeit am Start

Außerdem zeigte die Analyse der Zwischenzeiten, dass Bolt die Grundlage für den Sieg und Weltrekord auf den ersten Metern gelegt hat.

Im Vergleich zu Peking (0,165 Sekunden) erwischte der Jamaikaner in Berlin beim Start eine bessere Reaktionszeit (0,146) und war auf den traditionell schwächeren ersten 20 Metern in 2,89 Sekunden nur unwesentlich langsamer als der entthronte US-Champion Tyson Gay (2,92).

Auch der Silber-Medaillengewinner erreichte mit 44,17 km/h eine starke Höchstgeschwindigkeit.

Vergleich Berlin - Peking

WM-Sieg in Berlin:

Zeit: 9,58 SekundenReaktionszeit: 0,146 SekundenWind: 0,9 m/s RückenwindSchritte: 41Höchstgeschwindigkeit (zwischen 60 und 80 m): 44,72 km/hDurchschnittsgeschwindigkeit: 37,58 km/h

Olympia-Sieg in Peking:

Zeit: 9,69 SekundenReaktionszeit: 0,165 SekundenWind: kein WindSchritte: 41Höchstgeschwindigkeit (50 bis 80 m konstant): 43,91 km/hDurchschnittsgeschwindigkeit: 37,15 km/h

Siebenkämpferin bricht Schweizer Speerwurfrekord

Als die Schweizer Siebenkämpferin Linda Züblin den Speerwurf-Rekord der Eidgenossen um 33 Zentimeter auf 53,01 m gesteigert hatte, hüpfte sie vor Freude wie ein Flummi über die blaue Laufbahn des Olympiastadions.

"Das ist ein bisschen frech gewesen den Schweizer Speerwerferinnen gegenüber, aber bei einem solchen Publikum bleibt einem nichts anderes übrig", sagte die 23-Jährige, die bisher 50,47 stehen hatte.

Falsche "Berlinos" im Stadion

Als WM-Maskottchen Berlino verkleidet haben sich politische Aktivisten bei der Leichtathletik-WM in Berlin ins Olympiastadion eingeschlichen.

Allerdings konnten die falschen Berlinos relativ schnell ausfindig und dingfest gemacht werden. Die Polizei ermittelt.

Battke und Trainer kein Paar mehr

Stabhochspringerin Anna Battke und ihr Trainer Balian Buschbaum sind kein Paar mehr. "Nein, wir sind nicht liiert", sagte Battke der "Bild".

Buschbaum hat sich vor kurzem einer Geschlechtsumwandlung unterzogen und ist mittlerweile ein Mann. Als Frau Yvonne Buschbaum wurde er zweimal EM-Dritte.

Zwei Glücksbringer für Nytra

Gleich auf zwei Glücksbringer von Freund und Weitspringer Sebastian Bayer sowie ihrer Mama vertraut Hürdensprinterin Carolin Nytra aus Bremen beim WM-Vorlauf am Dienstag.

Von Bayer bekam sie zwei sich umarmende Teddybären geschenkt, von der Mutter einen Eisbären. "Beide sind bis zum Schluss in meinem Rucksack dabei", sagt Nytra, die in den vergangenen beiden Nächten jeweils nur drei Stunden schlief: "Ich bin schon so aufgeregt."

590 Dopingkontrollen sind bis Montag bei der Leichtathletik-WM in Berlin genommen worden - 450 Blut- und 140 Urintests. 350 der Blutkontrollen dienen dabei zum Erstellen von individuellen Blutprofilen der Athleten, 100 werden in den Dopinglaboren in Köln und Kreischa auf Wachstumshormone untersucht. Bei den 140 Urintests geht es um das Aufspüren von Dopingsubstanzen wie EPO oder Anabolika.

Mehr Doping-Tests in Berlin

Rund 1500 Tests wird es während der WM geben. Das ist eine rund 33-prozentige Steigerung gegenüber Osaka vor zwei Jahren (1132) und eine Verdopplung gegenüber Olympia in Peking, als Leichtathleten gar nur 700-mal Blut oder Urin lassen mussten.

300.000 Euro kostet das Berliner Testprogramm, mit dem am 11. August bei der Ankunft der ersten Athleten in den Mannschaftshotels begonnen wurde.

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