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Blanka Vlasic ist amtierende Weltmeisterin im Hochsprung © imago

Die Kroatin muss mit einer blutenden Wunde ins Krankenhaus. Bekele will Bolt über 800 m herausfordern. Die WM-Splitter.

Berlin - Schreck in der Morgenstunde für Hochspringerin Blanka Vlasic:

Die große Rivalin von Ariane Friedrich musste am Dienstagmorgen vor ihrer Qualifikation wegen einer Kopfverletzung in einem Berliner Krankenhaus behandelt werden.

Das berichtete die französische Nachrichtenagentur "AFP" unter Berufung auf einen Bericht im kroatischen Radiosender "HRT".

Demnach hatte sich Titelverteidigerin Blanka Vlasic nach Aussagen ihres Vaters und Trainers Josko Vlasic nach dem Frühstück mit Stretching auf ihren Wettbewerb vorbereitet.

Quali-Start stand nie in Frage

Als sie das Zimmer verlassen wollte, stieß sie sich den Kopf am Türrahmen und fiel zu Boden.

"Es war alles voller Blut, ich musste mit sechs Stichen am Kopf genäht werden", klärte die Weltmeisterin auf. "Ich war geschockt, doch zum Glück war es kein wirkliches Handicap", so Vlasic weiter.

Die blutende Wunde wurde anschließend medizinisch versorgt. Ihre Teilnahme an der Qualifikation ab 10.20 Uhr stand aber nie in Frage.

Sport1.de hat weitere Nachrichten zur WM zusammengestellt:

Bekele will Bolt herausfordern

Der viermalige 10.000-m-Weltmeister Kenenisa Bekele hat 100-m-Weltrekordler Usain Bolt (Jamaika) ein Duell über 800 m angeboten.

"Ich stünde sofort bereit und bin siegesgewiss", sagte der Äthiopier, dessen 100-m-Bestzeit bei 11,00 Sekunden steht, während Bolt in Berlin den Weltrekord von 9,58 gelaufen war.

100 m: Es geht noch schneller

Usain Bolts Fabelweltrekord von 9,58 Sekunden über die 100 m ist offenbar noch nicht die Grenze der menschlichen Sprintschnelligkeit.

Bereits vor zwei Jahren hatten niederländische Mathematiker von der Universität Tilburg 14.000 Spitzenleistungen der Leichathletik analysiert und berechnet, dass ein 100-m-Lauf in 9,29 Sekunden möglich sein soll.

Grundlage der rein auf statistischen Werten basierenden Prognose ist die sogenannte Extremwerttheorie.

Ist Bolt ein Außeridischer?

Laut Olivia Grange, Jamaikas Ministerin für Jugend, Erziehung und Sport, kommt Sprint-König Usain Bolt womöglich gar nicht aus dem karibischen Inselstaat.

"Er muss ein Außerirdischer sein", sagte die Ministerin im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Grange führt die Delegation Jamaikas bei der WM in Berlin an und verfolgte das Rennen aus dem Fanblock ihrer Landsleute.

Vermehrt Fans aus Fernost in Berlin

Die WM lockt vermehrt Fans aus Fernost an. Das bestätigte die Tourismus Marketing GmbH in Berlin.

Das Interesse sei riesig. Überall in der Stadt sind Fans aus Japan oder China anzutreffen. Die Euphorie für die deutsche Hauptstadt ist nicht zufällig.

Das japanische Fernsehen hat schon vor Monaten WM-Werbetrailer im Olympiastadion gedreht und ist jetzt mit 150 Mitarbeitern vor Ort.

Mehr Personal haben nur ARD und ZDF bei den Titelkämpfen im Einsatz.

17. August als Glückstag

Der 17. August ist für Hammerwurf-Weltmeister Primoz Kozmus und die Leichtathletik in Slowenien ein Glückstag.

Im Vorjahr holte er das erste Olympiagold überhaupt für sein Heimatland an diesem Tag, in Berlin nun das erste slowenische WM-Gold.

"Man kann es nicht anders sagen: Das ist ein perfekter Tag für mich und mein Land", sagte Kozmus.

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