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Jamal Chatbi ist der erste Dopingfall der WM in Berlin © getty

Ein marokkanischer Hindernisläufer wird die Einnahme des Dopingmittels Clenbuterol nachgewiesen. Der Verband bestätigt den Fall.

Berlin - Die WM in Berlin hat ihren ersten positiven Dopingbefund. Hindernisläufer Jamal Chatbi ist bei den Titelkämpfen positiv auf Clenbuterol getestet worden, das zur Behandlung von Asthma eingesetzt wird.

Das gab der marokkanische Verband am Dienstagabend bekannt. Wenige Minuten später sollte der 25-Jährige eigentlich im Finale über 3000 m Hindernis antreten (Alle WM-News).

Chatbi hatte in seinem Vorlauf am Sonntag in 8:20,26 Minuten Platz zwei belegt (Der Zeitplan).

Die Bestzeit des ansonsten eher unbekannten Athleten steht bei 8:08,86 und stammt vom 12. Juli dieses Jahres.

B-Probe steht noch aus

Der Start bei der WM in Berlin ist Chatbis erster großer internationaler Einsatz.

Zuvor war er nur bei der Cross-WM 2008 (30. Platz) am Start, gewann vor kurzem aber den Titel bei den Mediterranien-Spielen in Pescara/Italien. Bislang ist nur die A-Probe von Chatbi analysiert. Die B-Probe steht aus.

Clenbuterol als muskelaufbauendes Mittel

Clenbuterol ist durch den Fall der Neubrandenburger Sprinterin Katrin Krabbe bekannt geworden. Es wird in Europa illegal in der Kälbermast eingesetzt.

Obwohl es kein Anabolikum ist, hat Clenbuterol muskelaufbauende Wirkung und steht auf der Liste der verbotenen Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).

Vor Chatbi gab es bei Weltmeisterschaften 56 Dopingfälle. 14 Weltmeister verloren wegen Dopings ihr Gold wieder.

Fünf gedopte Weltmeister 2001 in Edmonton

Den Anfang machte 1987 in Rom Ben Johnson (Kanada), von dem auch der Weltrekord gestrichen wurde. Edmonton 2001 mit fünf gefallenen Weltmeistern und Paris 2003 mit vier waren die Tiefpunkte in der WM-Geschichte.

Zusätzlich zu den 14 Goldmedaillen, wovon eine im Nachgang an Deutschland ging (4x100 m der Frauen 2001), wurden seit der WM-Premiere 1983 in Helsinki acht Silber- und fünf Bronzemedaillen umverteilt.

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