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Meselech Melkamu vergibt auf den letzten der 10.000 Meter die Goldmedaille © getty

Melkamu läuft mit geliehenen Spikes zum 10.000-m-Silber. Eine Ex-Weltmeisterin feiert Steffi Nerius. Die WM-Splitter.

Berlin - Ohne die Hilfe von Konkurrentin Elvan Abeylegesse hätte Mitfavoritin Meselech Melkamu gar nicht zu Silber über 10.000 Meter laufen können.

Denn die 24-jährige Äthiopierin hatte ihre Spikes vergessen.

Abelyegesse, ebenfalls in Äthiopien geboren und jetzt für die Türkei startend, lieh kurzerhand ihr Ersatzpaar aus, in dem Melkamu Vizeweltmeisterin wurde.

Das mögliche Gold hatte sie auf den letzten Metern des Rennens buchstäblich verjubelt.

Sport1.de hat weitere Nachrichten zur WM zusammengestellt:

"Steffi ist die Größte"

Zu den vielen Fans von Goldmedaillengewinnerin Steffi Nerius gehört auch Sabine Braun.

Die zweimalige Weltmeisterin im Siebenkampf feierte gemeinsam mit Nerius und anderen Freunden im Deutschen Haus.

Alle trugen Stirnbänder mit witzigen Sprüchen, die Nerius selbst produzieren lässt.

"Steffi ist die Größte", stand auf dem Band von Sabine Braun.

Eine passende Aussage, wie Braun meinte: "Sie hat es wirklich großartig gemacht", sagte die Wattenscheiderin.

Drechsler will Nerius nicht vom Karriereende abhalten

Nerius wird ihre Karriere in wenigen Wochen beenden und ließ sich auch nach ihrem WM-Triumph nicht umstimmen.

Auch Olympiasiegerin Heike Drechsler wollte Goldwerferin Steffi Nerius nicht vom angekündigten Karriereende abbringen: "Das muss doch jeder selbst für sich entscheiden."

Nowitzki schwärmt von der Leichtathletik

Er schwärmt für Usain Bolt und hat sich schon als Kind auf der Laufbahn versucht: Basketball-Star Dirk Nowitzki outete sich als großer Fan der Leichtathletik und stattete der WM in Berlin einen Besuch ab.

"Der 100-m-Lauf war schon ein Hammer", sagte Nowitzki über den phänomenalen Sieg Usain Bolts.

"Die Leichtathletik hat mich schon immer brennend interessiert", sagte Nowitzki in einer Talkrunde in Berlin.

"In jungen Jahren habe ich versucht, auf der Tartan-Bahn anzugreifen. Doch da ich in dem Alter schon sehr groß gewachsen war, bin ich dann mit 12, 13 Jahren zum Basketball gewechselt", berichtete der Superstar der Dallas Mavericks.

Richards tanzt den "Dallas Boogie"

Nach dem ersten großen Titel ihrer Karriere tanzte 400-m-Läuferin Sanya Richards den "Dallas Boogie" im Berliner Olympiastadion.

"Den führe ich auch zu Hause meiner Familie immer vor", erzählte die 24-Jährige, die sich selbst als eine Mischung aus Sängerin und Tänzerin sieht.

"Das gehört zu Texas. Ich habe meiner Schwester vorher gesagt: Bei einem Sieg tanze ich", sagte Richards.

Bolt fängt Spinne vor dem Weltrekord

Vor der Jagd zum 100-m-Weltrekord hatte Weltmeister Usain Bolt sogar noch die Nerven, eine Spinne zu jagen.

"An der Decke des Callrooms saß eine Spinne und Usain und Asafa Powell haben die ganze Zeit versucht sie zu jagen", sagte Bolts Volunteer Michaela Redl der "B.Z." in Berlin.

"Er sang sogar ein Lied über die Spinne, etwas vom Spider-Pig aus dem Simpsons-Film", meinte die 20 Jahre alte Studentin aus Sindelfingen.

Offenbar stachelte die Spinnenjagd Bolt an.

Weltrekord als wertvollste Leistung der Leichtathletik-Geschichte

Unterdessen wird sein Weltrekord als die wertvollste Leistung der Leichtathletik-Geschichte gehandelt.

Das zeigt sich an der Umrechnung der Zeit in Punkte nach der sogenannten "Ungarischen Tabelle".

9,58 Sekunden sind 1374 Zähler wert, das entspräche bei den Männern 1:58:55 Stunden im Marathon (Weltrekord: 2:03:59) oder 6,40 m im Stabhochsprung (Weltrekord: 6,15).

Kembois Zeit ist gekommen

Nach dreimal WM-Silber binnen sechs Jahren war es für Kenias Hindernis-Weltmeister Ezekiel Kemboi Zeit für Gold.

"Im Januar habe ich schon zu meinem Trainer gesagt: Ich habe Silber satt", meinte der 27 Jahre alte Olympiasieger von Athen 2004.

"Jetzt kann ich endlich beruhigt zum Marathon wechseln."

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