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Pascal Behrenbruchs Bestleistung von Götzis liegt bei 8374 Zählern © getty

Der Zehnkämpfer peilt eine persönliche Bestleistung an. Foster-Hylton fliegt über die Hürden - Kamel siegt im 1500-m-Lauf.

Berlin - Am Tag vor dem Hochsprung-Finale mit Goldhoffnung Ariane Friedrich wahrte deren Klubkamerad Pascal Behrenbruch (LG Frankfurt) im Zehnkampf eine Minimal-Chance auf eine Medaille.

Dank einer konstant guten Leistung liegt der Frankfurter bei Halbzeit mit 4247 Punkten auf Platz elf und könnte erstmals in seiner Karriere in die Nähe der 8500-Punkte-Marke kommen.

Der Hallenser Norman Müller liegt dank eines starken 400-m-Laufs (48,20 Sekunden) auf Rang zwölf (4234).

Moritz Cleve aus Wattenscheid ist nach zwei Bestleistungen über 100 m (11,06 Sekunden) und im Weitsprung (7,27 m) 23. (4001).

Foster-Hylton und Kamel feiern Siege

Die anderen großen Sieger waren über 100 m Hürden die Jamaikanerin Brigitte Foster-Hylton in 12,51 Sekunden und über 1500 m Yusuf Saad Kamel (3:35,93), dessen Vater Billy Konchellah 1987 und 1991 für Kenia 800-m-Weltmeister war.

Kamels erstes Berliner und insgesamt schon viertes WM-Gold für Bahrain war mit der Jahres-Weltbestzeit von 1:55,45 Minuten über 800 m der Frauen von Caster Semenya (Südafrika) das Highlight des Tages in der Hauptstadt.

Geschlecht von Semenya muss geklärt werden

Stunden vor dem Finale war bekannt geworden, dass der südafrikanische Leichtathletik-Verband vier medizinische Experten eingesetzt hat, um das Geschlecht der 2009 in 1:56,72 komentenhaft in der Weltspitze des 800-m-Laufs der Frauen aufgetauchten Caster Semenya endgültig zu klären.

Vor dem Finale stand nicht fest, ob die 18-Jährige unwissentlich innere männliche Geschlechtsorgane hat und somit in Berlin nicht hätte starten dürfen.

Dietzsch scheitert als WM-Rekordteilnehmerin

Der Tag hatte wenig verheißungsvoll begonnen für das deutsche Team.

Mit dem ersten Wurf der Diskus-Qualifikation wurde Franka Dietzsch um 11.49 Uhr beim zehnten WM-Start seit 1991 zusammen mit Portugals Geherin Susana Feitor zwar zur Rekordteilnehmerin.

Mit ihrem letzten Wurf 36 Minuten später war um 12.25 Uhr das Ende einer grandiosen Karriere besiegelt: Nach drei WM-Titeln 1999, 2005 und 2007 scheiterte die 41-Jährige mit schwachen 58,44 m als 26. um 14 Plätze oder 1,65 m am Vorstoß ins Diskus-Finale am Freitag.

Müller erreicht das Diskus-Finale

"Jetzt ist es vorbei. Eine Medaille war nicht in Reichweite, aber ich kann mehr, darum bin ich unendlich enttäuscht, aber irgendwie auch erleichtert", sagte die 41 Jahre alte Grande Dame der deutschen Leichtathletik, nachdem nur die 18 Jahre jüngere deutsche Meisterin Nadine Müller (Halle-Saale/61,63) das Finale erreicht hatte.

Nun bestreite sie noch zwei, drei kleine Wettkämpfe in Deutschland, "aber international starte ich nicht mehr."

Nytra nach Ausscheiden enttäuscht

Ein Jahr nach seinem überraschenden fünften Rang bei Olympia erreichte der Dresdener Raul Spank mit 2,30 m das Hochsprung-Finale am Freitag.

Den 100-m-Hürden-Endlauf verpasste dagegen Carolin Nytra (Bremen) und war enttäuscht über Rang fünf und 12,94 Sekunden: "Ich war mir sicher, dass es zu mehr reichen würde."

Hering ist zufrieden und optimistisch

Für die Jenaer Sprinthoffnung Robert Hering war mit Rang fünf in guten 20,52 Sekunden Endstation im 200-m-Halbfinale mit Jamaikas Dreifach-Weltrekordler Usain Bolt (20,08).

"Ich bin sehr zufrieden, gehe optimistisch ins nächste Jahr. Es war sehr interessant gegen Bolt zu laufen und zu sehen, wie er sich vorbereitet", meinte der 19-Jährige.

Ins Hürden-Halbfinale am Donnerstag waren als Zweite Alexander John (Leipzig) in 13,41 mit drittbester Vorlaufzeit und Helge Schwarzer vorgestoßen.

Der Hamburger lag in 13,66 vor Kubas Olympiasieger Dayron Robles, der am Oberschenkel verletzt ist.

Der Offenburger Matthias Bühler schied als Sechster in 13,75 aus.

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