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Sebastian Bayer sprang im Winter bei der Hallen-EM in Turin 8,71 m © getty

Der Hoffnungsträger scheidet bereits in der Quali aus. Heidler stellt im ersten Versuch ihre Favoritenrolle unter Beweis.

Berlin - Der mit großen Hoffnungen gestartete Hallen-Europarekordler Sebastian Bayer ist bereits in der Weitsprung-Qualifikation.

Der Bremer, der im Winter bei der Hallen-EM in Turin 8,71 m gesprungen war und als Weltranglisten-Vierter mit 8,49 m ins Olympiastadion gekommem war, landete nur bei 7,98 m und produzierte zudem zwei Fehlversuche.

Allerdings hatte der 23-Jährige auch mit Verletzungsproblemen zu kämpfen.

Eine Kapselentzündung im linken Fuß behinderte ihn, weshalb er mit Schmerzmitteln springen musste.

"Ich bin enttäuscht"

"Ich habe viele Tabletten geschluckt und auch Spritzen bekommen. Dennoch bin ich enttäuscht. Der zweite Versuch war sehr weit. Dann hätte ich es im Finale nochmal versucht", sagte Bayer.

Er habe sich nur mit Krafttraining und Tischtennisspielen auf die WM vorbereiten können und rechnete sich selbst nur eine 40:60-Finalchance aus. "Ich hatte einfach kein Glück. Bei jedem Schritt schmerzte mein Fuß."

Heidler souverän im Finale

Mit der größten je bei einer WM erzielten Hammerwurf-Weite der Frauen zog Titelverteidigerin Betty Heidler ins Finale bei der WM in Berlin am Samstag ein.

Gleich zum Auftakt legte die 25-Jährige, die vor zwei Jahren in Osaka den WM-Titel mit 74,76 m gewonnen hatte, 75,27 m vor.

Weiter hatte sie international im Kampf um Medaillen nur am 10. Juli dieses Jahres als Studenten-Weltmeisterin mit deutscher Saisonbestweite von 75,83 m in Sofia geworfen.

Die Weltranglisten-Fünfte ist in Berlin als Titelverteidigerin mit einer Wildcard des Weltverbandes IAAF startberechtigt. Die deutsche Rekordlerin (76,55 vor drei Jahren) galt zuletzt angesichts ihrer Formschwankungen nicht als sicherer Medaillentipp.

Auch Klaas im Finale

Nach 67,01 im ersten Versuch musste Heidlers Vereinskollegin Andrea Bunjes verletzt aufgeben. Schon vor der zweiten Qualifikationsgruppe stand damit fest, dass sie den Finaleinzug verpasst hatte.

Kathrin Klaas schaffte hingegen den Einzug ins Finale. Die 25-Jährige belegte mit 70,53 m den elften Rang.

Deutsches Duo im Finale

Alexander Straub und Malte Mohr sind bei der Leichtathletik-WM in Berlin ins Stabhochsprung-Finale geflogen.

Das deutsche Duo aus Filstal und Leverkusen überquerte 5,65 m und ist nun im Kampf um die Medaillen am Samstag (zum WM-Zeitplan) dabei.

Dagegen schied der Dormagener WM-Fünfte Björn Otto als 18. aus. Zwei Jahre nach Osaka scheiterte er dreimal an 5,65 m.

Straub ohne Fehlversuch

Souveräne Vorstellungen ohne Fehlversuch boten neben Straub nur 6-m-Springer und Mitfavorit Renaud Lavillenie (Frankreich) sowie Olympiasieger Steven Hooker (Australien).

Titelverteidiger Brad Walker (USA) war wegen einer Hüftverletzung nicht angetreten. Zittern musste Malte Mohr, der 5,65 erst im dritten Versuch meisterte.

"Ich hatte schon beim Einspringen gespürt, dass ich toll drauf bin. Bei diesem Minimalaufwand habe ich Kraft gespart. Das ist ein gutes Gefühl", sagte Alexander Straub nach seinen beiden geglückten Versuchen über 5,55 und 5,65 m. "Ich freue mich auf das Finale vor ausverkauftem Haus. 5,80 oder 5,85 m sind für mich drin."

Robles bereits ausgeschieden

Kubas Superstar Dayron Robles ist bei der WM in Berlin ausgeschieden.

Der Olympiasieger fasste sich im Halbfinale über 110 m Hürden vor der vierten Hürde plötzlich ans linke Bein und musste wegen einer Oberschenkelverletzung das Rennen abbrechen.

Zwei Helfer mussten den Weltrekordler (12,87) aus dem Stadion führen.

John und Schwarzer nicht mehr dabei

Auch für das deutsche Duo Alexander John und Helge Schwarzer war die Vorschlussrunde Endstation.

John kam in seinem Rennen in 13,64 Sekunden auf Rang acht, Schwarzer wurde in seinem Lauf in 13,72 Siebter. Schnellster im Halbfinale war Ryan Brathwaite (Barbados/13,18).

"Der Start war ganz gut, aber dann habe ich von meinem Nebenmann einen Schlag aufs Bein erhalten. Das hat mich aus dem Rhythmus gebracht", sagte John, der sich zunächst einen Fehlstart erlaubt hatte.

"Ich bin überhaupt nicht ins Rennen gekommen und habe schlecht reagiert beim Start", sagte Schwarzer.

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