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Robert Hering lief im Halbfinale über 200 Meter 20,52 Sekunden © getty

Im Gespräch mit Sport1.de spricht Robert Hering über seinen Lauf, den Konkurrenten Bolt und die Stimmung im Berliner Rund.

Aus Berlin berichtet Andreas Ziepa

Berlin - Gerade hat er noch neben Usain Bolt im Halbfinale über 200 Meter gestanden, doch ab nächster Woche ist für Robert Hering wieder der Schulalltag angesagt.

Für seinen WM-Start in Berlin hat der "schnellste Schüler der Welt" drei Wochen länger Ferien gehabt, und die haben sich gelohnt.

"Ich habe noch nicht einmal damit gerechnet, dass ich es ins Halbfinale schaffe", sagte Hering im Interview mit Sport1.de. "Das war schon ein großer Erfolg für mich."

Im Gespräch mit Sport1.de spricht der 19-Jährige über seinen Halbfinal-Lauf, den Konkurrenten Bolt und die Stimmung im Berliner Rund.

Sport1.de: Herr Hering, Sie sind nur sieben Hundertstel am Finale vorbeigeschrammt. Sind Sie dennoch zufrieden?

Robert Hering: Ich war nicht in Topform, hab aber versucht alles zu geben. Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Ich habe noch nicht einmal damit gerechnet, dass ich es ins Halbfinale schaffe. Das war schon ein großer Erfolg für mich. Ich blicke jetzt nach vorne, und werde versuchen in Zukunft anzugreifen.

Sport1.de: Obwohl der Finaleinzug ja praktisch nur einen Wimpernschlag weg war?

Hering: So ist nun mal der Leistungssport. Man kann nicht immer die beste Zeit laufen, die man will. Das sehe ich jetzt nicht so tragisch.

Sport1.de: Ist es denn etwas Besonderes mit Usain Bolt in einer Gruppe zu laufen?

Hering: Das war ganz interessant, mit dem schnellsten Mann der Welt in einem Lauf zu sein. Er ist ein klasse Läufer und es hat auch viel Spaß gemacht.

Sport1.de: Das Publikum war natürlich auf ihrer Seite...

Hering: Ja, da hatte ich schon das Gefühl, dass das Publikum bei mir ein bisschen mehr klatscht. Das war meine Bühne, mein Auftritt und auch ein kleines Finale für mich.

Sport1.de: Dennoch ist das Olympiastadion nicht ausverkauft. Tut das der Stimmung keinen Abbruch?

Hering: Nein, überhaupt nicht. Die Stimmung war super, da kann man nichts sagen.

Sport1.de: Was sagen Sie zu der Bahn? Viele Athleten sagen, sie laufen gerne darauf.

Hering: Also ich denke nicht, dass es eine besonders schnelle Bahn ist. Sie ist ein bisschen weich, meine Rekorde bin ich immer auf härteren Bahnen gelaufen. Aber das passt schon so.

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