vergrößernverkleinern
Shelly Ann Fraser siegte in Berlin über die 100 m der Frauen © getty

Die 100-m-Weltmeisterin hätte im Finale von Berlin Biomechanikern zufolge die 60-m-Hallenbestmarke geknackt. Die WM-Splitter.

Berlin - Das nennt man dann wohl einen guten Start:

100-m-Weltmeisterin Shelly Ann Fraser hätte im 100-m-Finale den 60-m-Hallen-Weltrekord gebrochen.

Das förderten die Auswertungen der Biomechaniker zu Tage (Alle WM-News).

Fraser wurde in 6,88 Sekunden gestoppt, der Hallen-Weltrekord steht seit 1995 bei 6,92 (Irina Priwalowa/Russland).

Sport1.de hat weitere Nachrichten zur WM zusammengestellt:

Johnson traut Bolt 400-m-Weltrekord zu

Die US-Legende Michael Johnson traut Jamaikas Sprint-Superstar Usain Bolt zu, auch seinen zehn Jahre alten 400-m-Weltrekord zu brechen.

"Das ist sehr gut möglich. Aber eine Sache ist sicher: das wird nicht so schnell gehen wie über 100 und 200 m. Dafür braucht es mehr Training und mehr Wettkämpfe", sagte der neunmalige Weltmeister.

Der Amerikaner hält die Bestzeit über die Stadionrunde seit dem 26. August 1999 mit 43,18 Sekunden.

Als Beispiel für eine langwierige Entwicklung auf dieser Strecke führte der 42 Jahre alte Michael Johnson sich selbst an:

"Ich bin 1992 43,9 gelaufen, und erst sieben Jahre später die 43, 18. Das zeigt, wie lange man auf dieser Strecke braucht."

Das Ziel sei es über die 400 m, das Maximum an Fehlern zu minimieren, bis dann der perfekte Lauf gelinge.

Höhne bei WM auch über 50 km

Lokalmatador Andre Höhne startet eine Woche nach seinem 14. Platz im 20-km-Wettbewerb bei der WM auch im 50-km-Gehen.

"Vielleicht kann ich hier mein Ziel Top-Ten erreichen", meinte der 31-Jährige, der 2005 in Helsinki auf der kürzeren Distanz WM-Vierter gewesen ist.

2007 hatte Höhne bei den Titelkämpfen in Osaka/Japan für Aufsehen gesorgt, als er in aussichtsreicher Position kurz vor dem Ziel dehydriert im Wassergraben kolabierte.

1500-m-Finale: So eng war es noch nie

So eng ging es in Berlin ging es noch nie in einem 1500-m-Finale der WM zu.

Der Vorsprung des von Yusuf Saad Kamel (Bahrain) nach 3:35,93 Minuten auf Deresse Mekonnen (Äthiopien/3:36,01) betrug gerade acht Hundertstelsekunden.

Vorher waren es zwölf Hundertstel.

Mit gerissener Sehne zu Silber

Mit gerissener Sehne an seiner Wurfhand ist der Pole Piotr Malachowski Diskus-Vizeweltmeister geworden.

Nein, gebrochen sei nichts, meinte er auf eine entsprechende Frage bei der Pressekonferenz. "Nur eine Sehne im Zeigefinger ist gerissen."

Energiegeladen

Die im Diskus-Finale von den Athleten für ihre Würfe aufgewandte Energiemenge beträgt nach Berechnungen eines WM-Sponsors (Vattenfall) 0,012 Kilowatt-Stunden.

Dies würde reichen, um 25 Minuten Radio zu hören.

Dagegen reicht die Energiemenge aus dem 1500-m-Finale der Männer sogar für 44 Stunden Radiohören.

Erfrischung ab Freitag

Kühlere Luft wird ab Freitag in Berlin für Erfrischung sorgen und vor allem den Ausdauer-Athleten angenehme Temperaturen bescheren.

Für den Geher-Wettbewerb über 50 km der Männer (9.10 Uhr) und die Marathonläufe der Männer (Samstag, 11.45 Uhr) und Frauen (Sonntag, 11.45 Uhr) ist keine Gluthitze vorhergesagt.

"Wir erwarten zum Wochenende Temperaturen von 23 und 24 Grad", sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes.

Eine gute Kunde auch für Andre Höhne aus Berlin:

Der einzige deutsche 50-km-Geher war vor zwei Jahren bei der WM in Osaka über 20 km kurz vor dem Ziel dehydriert stehengeblieben und später im Wassergraben kolabiert.

Am Donnerstag hatte eine Hitzewelle mit bis zu 36 Grad Celsius das Olympiastadion aufgeheizt.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel