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Pascal Behrenbruch verpasste Bronze in Berlin um 89 Punkte © getty

Dem deutschen Zehnkämpfer fehlen beim Sieg eines Amerikaners nur 89 Punkte zu Bronze. Brathwaite gewinnt die 110 m Hürden.

Berlin - Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch hat die ersehnte Medaille bei der WM in Berlin nach einer großartigen Vorstellung verpasst.

Der Frankfurter kam an den beiden Tagen auf die persönliche Bestleistung von 8439 Punkten und lag damit als Sechster um 89 Punkte hinter dem Bronzerang zurück.

Gold holte sich als Nachfolger des tschechischen Weltrekordlers Roman Sebrle der US-Amerikaner Trey Hardee mit 8790 Punkten vor dem Kubaner Leonel Suarez mit 8640 und dem Russen Alexander Pogorelow mit 8528 Punkten.

Brathwaite siegt über 110-m-Hürden

Aufsteiger Ryan Brathwaite hat bei in Berlin Gold im 110-m-Hürdensprint gewonnen.

Der Mann aus Barbados siegte mit dem Landesrekord von 13,14 Sekunden vor dem in 13,15 Sekunden zeitgleichen US-Duo Terrence Trammell und David Payne, das sich Silber und Bronze sicherte.

Im Halbfinale ausgeschieden waren Alexander John und Helge Schwarzer. Den Vorlauf nicht überstanden hatte Matthias Bühler (zum WM-Zeitplan).

Bitteres Aus für den Olympiasieger

Olympiasieger Dayron Robles ereilte ebenfalls das bittere frühe Aus.

Schon im Halbfinale musste Kubas Weltrekordler aufgeben.

Aus und vorbei - so wie bei den Olympischen Spielen in Peking sein chinesischer Konkurrent Liu Xiang, der zum Entsetzen einer ganzen Nation schon vor dem ersten Auftritt passen musste.

Mit Mühe ins Halbfinale gerettet

Robles plagten schon im Vorlauf Oberschenkelprobleme. Der 22-Jährige hatte sich nur mit Mühe ins Halbfinale gerettet.

Dort ging nichts mehr, obwohl Robles auf die Zähne biss, um sich seinen großen Traum vom ersten WM-Titel zu erfüllen.

"Ich hatte so viele Rückschläge, doch jetzt bin ich wieder da", sagte er vor dem ersten Start in Berlin.

Walker holt viertes Gold für Jamaika

Olympiasiegerin Melaine Walker gewann am sechsten Tag der das vierte Gold für Jamaika.

Die 26-Jährige lief über 400 m Hürden in 52,42 Sekunden die zweitbeste Zeit der Geschichte nach Russlands Weltrekordlerin Julia Petschonkina, die nach ihrem Olympia-Silber von Peking 2008 ebenso wie Australiens Titelverteidiger Jana Rawlinson verletzt fehlte.

Walker schlug im Olympiastadion die als überlegene Weltranglisten-Erste (52,63) angereiste Amerikanerin Lashinda Demus, die in 52,96 Silber gewann.

Bronze ging in 53,20 überraschend an Josanne Lucas (Trinidad).

WM-Ausschluss drohte

Walker, die Jamaikas Siegesserie 20 Minuten vor dem 200-m-Finale mit Usain Bolt fortsetzte, gehörte zu den fünf Athleten der Karibikinsel, denen der WM-Ausschluss drohte.

Sie hatten gegen den Willen des Verbandes das WM-Trainingslager in Herzogenaurach geschwänzt.

Erst der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte dafür gesorgt, dass das Quitett mit 100-m-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser (Gold in Berlin) und Ex-Weltrekordler Asafa Powell (Bronze) in Berlin starten durfte.

Jonna Tilgner war im Halbfinale gescheitert. Die Bremerin wurde nur Letzte ihres Laufes in 57,11 Sekunden. Zuvor war sie im Vorlauf in 56,73 Fünfte gewesen.

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