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Abel Kirui (l.) verbesserte im April 2009 in Rotterdam seine Bestzeit auf 2:05:04 Stunden © getty

Abel Kirui gewinnt den WM-Marathon vor einem Landsmann und stellt einen Rekord auf. Pollmächer läuft zum Abschied in die Top 20.

Berlin - Der Kenianer Abel Kirui gewann am vorletzten Tag der Leichtathletik-WM in Berlin Marathon-Gold.

In 2:06:54 Stunden, der besten Siegerzeit der WM-Geschichte, triumphierte der 27-Jährige nach 42,195 Kilometern am Brandenburger Tor vor seinem Landsmann Emmanuel Mutai (2:07:48). (Alle Leichtathletik-News)

Bronze holte wie bei Olympia 2008 der Äthiopier Tsegay Kebede, diesmal in 2:08:35.

Kenia gewann gleichzeitig den Marathon-Weltcup, denn Robert Kipkoech Cheruiyot kam als dritter Mann mit Platz fünf in 2:10:46 in die Wertung.

Pollmächer beim Ausstand 18.

Das deutsche Team belegte Platz neun und kam damit nicht in die sechs Preisgeld-Ränge.

Bester war in seinem letzten Rennen in 2:15:36 als 18. der Chemnitzer Andre Pollmächer (26). "Es war der schönste Lauf meines Lebens", meinte der Bereitschaftspolizist, der nach toller Aufholjagd fünftbester Europäer war, aber die erhoffte persönliche Bestzeit um gut zweieinhalb Minuten verfehlte.

35. wurde in 2:18:08 Martin Beckmann (Leinfelden-Echterdingen), 51. in 2:22:36 Falk Cierpinski, dessen Vater Waldemar 1976 in Montreal und 1980 in Moskau Marathon-Olympiasieger gewesen war. Auf Rang 66 landete als vierter Deutscher Tobias Sauter (ebenfalls Spergau) in 2:35:43 Stunden.

2007 Zweiter in Berlin

In Abwesenheit von Olympiasieger Samuel Wanjiru und Titelverteidiger Luke Kibet (beide Kenia) sorgte Kirui vor einigen Hundertausend Zuschauern für den dritten Marathon-Triumph der WM-Geschichte seit 1987 für das ostafrikanische Läuferland. Es war zugleich Kenias drittes Gold in Berlin.

Abel Kirui hatte zuvor nur 2008 in Wien einen großen internationalen Marathon gewonnen und kassierte in Berlin für den Sieg 60.000 Dollar Preisgeld. Vor drei Jahren war er Dritter in Berlin, 2007 Zweiter.

In diesem Jahr hatte Kirui als Dritter des Rotterdam-Marathons seine Bestzeit auf 2:05:04 gesteigert, ist damit Sechster in der Weltrangliste aller Zeiten.

Mehr Geld im September

Mutai (24), 2007 Sieger in Rotterdam, war zweimal Vierter des London-Marathon und lief 2008 in der britischen Hauptstadt seine Bestzeit von 2:06:53.

Mutais Onkel Richard Limo war 2001 in Edmonton/Kanada Weltmeister über 5000 m. Kebede (22) war seine Bestzeit von 2:05:20 als Zweiter dieses Jahr in London gelaufen, siegte 2008 in Paris und Fukuoka/Japan.

Äthiopiens Star Haile Gebreselassie, der mit seinem Weltrekord von 2:03:59 vom Berlin-Marathon 2008 die Rangliste aller Zeiten anführt, verzichtete wie Wanjiru, Kibet und etliche andere internationale Asse auf den WM-Start, will aber am 20. September erneut beim besser dotierten Berlin-Marathon dabei sein.

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