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Die Jamaikaner bleiben 22 Hundertstel unter ihrer eigenen Bestmarke © getty

Wie zu erwarten holt auch die 4x100-Meter-Staffel aus Jamaika um Usain Bolt Gold. Stabhochspringer Hooker vergießt Freudentränen.

Berlin - Usain Bolt hatte die WM mit seinen Fabelsprints von 9,58 Sekunden über 100 und 19,19 über 200 m die Sportwelt in Erstaunen versetzt und sich zum Superstar der WM emporgeschwungen.

Mit Jamaikas 4x100-Meter-Staffel gelingt ihm zwar kein Weltrekord. Doch für Gold reichte es allemal.

Wie 2008 bei Olympia machte Usain Bolt das Triple perfekt, doch in 37,32 Sekunden verschonten die Männer aus der Karibik ihre Bestmarke von Peking (37,10).

Die starken Läufer aus Trinidad waren bei der WM in Berlin eine ernsthafte Konkurrenz, die sogar mit "Wunderläufer" Bolt mithalten konnten.

Die Jamaikaner hatten bei der Stabübergabe Probleme, doch Schlussläufer Asafa Powell ließ am Ende nichts anbrennen (Alle Leichtathletik-News).

Jamaikas Frauenstaffel ebenfalls mit Gold

Auch über 4x100 m der Frauen gewann das Insel-Quartett in 42, 06 Gold und damit das Sprinter-Duell über 100, 200 und 4x100 m (Männer und Frauen) 5:1 gegen die nur über 200 m durch Allyson Felix siegreichen USA.

Allerdings schlugen sich die Vereinigten Staaten wie in Peking in beiden Sprintstaffeln selbst. Diesmal bei den Frauen durch eine Verletzung, bei den Männern durch Überlaufen der Wechselmarke.

USA führen im Medaillenspiegel

Die USA blieben im Medaillenspiegel dank des Weitsprung-Goldes durch Athen-Olympiasieger Dwight Phillips (8,54) nach dem Aus von Panamas Olympiasieger Irving Saladino noch vor Jamaika (ebenfalls 7) im Medaillenspiegel, weil sie mehr Silber gewonnen haben.

Sie können am Sonntag über 4x400 m ihr Konto noch auf neun WM-Siege erhöhen.

Neben Jamaika triumphierte auch Kenia zweimal am vorletzten WM-Tag und erhöhte sein Gold-Konto bei den Doppelsiegen auf vier.

Kirui mit WM-Rekordzeit

Erst triumphierten die Marathonläufer am Brandenburger Tor, wobei Abel Kirui in 2:06:54 Stunden die beste je bei einer WM erzielte Zeit lief. Dann ließen die 5000-m-Läuferinnen mit Vivian Cheruiyot (14:57,97) an der Spitze Äthiopien wie über 10.000 m keine Chance.

Einen Tag nach dem Diskus-Triumph bei den Frauen holte Australien ein zweites WM-Gold im Stabhochsprung.

Hooker mit Freudentränen

Dabei schaffte Steven Hooker das Kunststück, als erster seiner Disziplin mit nur einem gültigen Sprung (5,90) einen Titel zu gewinnen.

Er hatte sich eine Woche vor der WM am rechten Oberschenkel verletzt, sprang mit einer dicken Bandage und hatte vor dem Siegsprung nur einen verunglückten Versuch über 5,85. Als sein Sieg feststand, saß er auf der Bank und ließ den Freudentränen freien Lauf.

Beide Staffelendläufe der Männer fanden ohne deutsche Beteiligung statt. Nach der Wechselpleite des 4x100-m-Quartetts am Vortag scheiterte auch das 4x400-m-Team im Vorlauf.

In 3:03,52 Minuten wurde die Staffel nur Fünfte beim belgischen Sieg.

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