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Für Sabrina Mockenhaupt war der WM-Marathon in diesem Jahr das erste Rennen über diese Distanz © getty

Bai Xue holt das erste WM-Gold für China. Publikumsliebling Sabrina Mockenhaupt läuft trotz Rang 17 ihr "schönstes Rennen".

Berlin - "Weißer Schnee" sorgte mitten im Hochsommer für chinesische Festtagsstimmung in Berlin.

Die 20-jährige Bai Xue (übersetzt: "Weißer Schnee") gewann bei der WM in Berlin vor 450.000 Zuschauern in 2:15:15 Stunden den Marathon der Frauen.

Sabrina Mockenhaupt eroberte auf Rang 17 die Herzen des Publikums.

Bei den Männern hatte am Vortag Sieger Abel Kirui bei Kenias Doppelsieg in WM-Rekordzeit von 2:06:54 das Glanzlicht gesetzt.

Bislang hatte die Chinesin Bai Xue nur in ihrer asiatischen Heimat durch vordere Plätze für Furore gesorgt und 2008 den Peking-Marathon für sich entschieden.

Die Siegerin will mehr

In Abwesenheit der Wattenscheider Weltjahresbesten Irina Mikitenko (nach Tod des Vaters) und der verletzten Weltrekordlerin Paula Radcliffe löste sie sich auf dem Berliner Stadtkurs kurz vor dem Ziel aus einer Dreiergruppe und stürmte über den Prachtboulevard Unter den Linden dem Sieg entgegen.

"Ich bin sehr glücklich, dass ich hier gewonnen habe. Viele Top-Läuferinnen waren nicht dabei. Ich hoffe, dass ich bald gegen sie antreten kann", sagte die Siegerin.

Mockenhaupts "schönster Lauf"

Zweite wurde die Japanerin Yoshimo Ozaki (2:25:25). Auf Rang drei lief Aselefech Mergia (2:25: 32) aus Äthiopien, die erst ihren zweiten Marathon überhaupt bestritt. China gewann zudem den Marathon-Weltcup.

Mockenhaupt hatte eigentlich mit einer Medaille geliebäugelt, blieb in 2:30:07 jedoch weiter über ihrer Bestzeit (2:26:22).

"Es war heute einer meiner langsamsten Läufe, aber mein schönster. Ich bin viel allein gelaufen. Es fiel mir schwer, das Tempo einzuteilen", sagte sie. Im Rennen war die Kölnerin der Publikumsliebling im Zentrum Berlins.

"Ich bin mit Schmerzen gelaufen"

Für Luminita Zaituc kam an Kilometer 20 das Aus. Die Braunschweigerin hatte sich zwar am ersten Getränkestand versorgt, zwei Kilometer später bekam sie Seitenstiche.

"Ich dachte, es geht weg. Dann bin ich 13 km mit Schmerzen gelaufen. Ich habe so hart für den heutigen Tag trainiert und bin sehr traurig", sagte die 40-Jährige.

Susanne Hahn (Saarbrücken/2:38:39) kam auf Platz 34, Europameisterin Ulrike Maisch (Rostock) stieg wie Zaituc vorzeitig aus.

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