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Nadine Müller kommt beim Diskuswerfen auf eine persönliche Bestweite von 67,78 Meter © getty

Die Weltranglistendritte will in Daegu ihre erste internationale Medaille. Dabei übertrumpft sich selbst die Klitschko-Brüder.

München - Der EM-Pleite in Barcelona 2010 soll die WM-Medaille in Daegu folgen.

Diskuswerferin Nadine Müller könnte bei der am Samstag beginnenden Leichtathletik-WM im südkoreanischen Daegu für das erste deutsche Edelmetall sorgen.

Die 25-Jährige aus Halle an der Saale liegt auf Platz drei der Weltjahresbestenliste und kämpft am Samstag und Sonntag um ihre erste internationale Medaille.

"Ich bin in einer besseren Verfassung als vor der EM im vergangenen Jahr", sagte Müller im Trainingslager der deutschen Leichtathleten auf der Insel Jeju. (434833Der DLV-Kader für die WM)

Nur Platz acht in Barcelona

Auch in Barcelona hatten die ersten deutschen Hoffnungen ebenfalls auf der 1,93m großen Werferin gelegen - sie wurden nicht erfüllt.

Als Weltjahresbeste war sie in den Wettkampf gegangen, doch sie blieb knapp zehn Meter hinter ihrer Bestmarke zurück. Platz acht bedeutete für sie eine bittere Enttäuschung.

"Die Niederlage ist weggeklickt. Die existiert nicht mehr", beteuert Müller, die mit einer Spannweite von 2,06m nicht nur alle ihre Konkurrentinnen aussticht, sondern auch die beiden Klitschko-Brüder.

"Früher wurde ich wegen meiner Größe manchmal gehänselt, aber die haben schnell gemerkt, wer die Größere ist", erinnert sie sich mit einem Schmunzeln.

Männer-, statt Frauenshorts

Und nicht nur in Korea fällt Müller auf, auch in Deutschland wird hinter ihrem Rücken manchmal getuschelt. Bei der Einkleidung für die WM hatte Müller ebenfalls Probleme.

So muss die Bundespolizistin Männershorts tragen - die Frauenvariante ist einfach zu kurz.

In Form scheint die Hobbybergsteigerin auf jeden Fall zu sein. (Novum: Bluttests bei allen Athleten)

Zweitbeste Karriere-Weite in Kienbaum

Beim Meeting in Kienbaum Mitte August erzielte sie mit 66,99m die zweitbeste Weite ihrer Karriere.

Vor ihr liegen nur die Chinesin Yanfeng Li und die kroatische Europameisterin Sandra Perkovic.

Diese ist jedoch wegen ihrer Dopingsperre in Daegu nicht am Start.

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