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Jennifer Oeser holte 2009 bei der WM in Berlin die Silbermedaille © dpa

Die Siebenkämpferin will beim Comback ihres Glücksbringers eine WM-Medaille abräumen, hat aber Angst vor einem Rückschlag.

Daegu - Mit altem Glücksbringer zu neuen Erfolgen: Siebenkämpferin Jennifer Oeser will bei den Weltmeisterschaften in Daegu ihre dritte Medaille bei einem Großereignis in Folge gewinnen.

Auch mit Hilfe ihres Plüschschweins, das seit ihrem zweiten Platz bei der Heim-WM in Berlin 2009 sinnbildlich für den Erfolg der 27-Jährigen steht. (434833Der DLV-Kader für die WM)

"Das Schwein ist wieder dabei. Ich habe extra die größere statt der kleineren Tasche mitgenommen", sagte Oeser vor dem am Montag startenden Wettkampf mit einem Lachen.

Als Dritte der Jahres-Weltbestenliste (6663 Punkte/Ratingen) geht die Leverkusenerin in der südkoreanischen Millionenstadt an den Start, die Medaillenränge fest im Blick. (446473DIASHOW: Die Bilder des ersten Tages)

Das Ziel ist eine Medaille

"Wenn man die letzten zwei Jahre immer eine Medaille gewonnen hat, setzt man sich nicht das Ziel Top 10", sagte Oeser: "Aber wenn man nach der Weltrangliste gehen würde, bräuchten wir nicht anzutreten. Obwohl ich damit auch zufrieden wäre..."

Nach ihrem Überraschungssilber von Berlin hatte Oeser mit Bronze bei der EM in Barcelona ihre Leistung eindrucksvoll bestätigt, mit 6683 Punkten sogar eine Bestmarke aufgestellt.

Dort allerdings ohne Unterstützung des "Schweins vom Rhein". Die Veranstalter in der katalanischen Metropole hatten ihren Glücksbringer mit einem Stadionverbot belegt. (Der WM-Zeitplan)

Die eigenen Erwartungen steigen

Mit den Erfolgen der letzten Jahre steigen auch ihre Ansprüche. "Meine eigenen Erwartungen werden höher. Bei fast jedem Höhepunkt ist meine Bestleistung besser geworden", erklärt sie.

"Da hat man auch mal Angst, dass es mal runter geht", gesteht Oeser: "Aber ich habe schon gezeigt, dass ich wieder den Punktebereich vom letztem Jahr erreichen kann."

Dennoch wird eine Wiederholung ihres zweiten Platzes von Berlin schwierig werden.

Scheinbar übermächtige Konkurrenz

Die britische Welt- und Europameisterin Jessica Ennis (6790/Götzis) und Tatjana Tschernowa (6773/Kladno) aus Russland dürften schwer zu schlagen sein.

"Grundsätzlich sind die Plätze eins und zwei eigentlich vergeben. Nur wer welchen belegt, da bin ich mir nicht so sicher", sagte Oeser.

Neben Oeser gehen auch Lilli Schwarzkopf und Julia Mächtig an den Start.

Schwarzkopf nach Auszeit zurück

Für Schwarzkopf, EM-Dritte von 2006, ist es ein Comeback auf internationaler Bühne.

Nach der enttäuschenden Heim-WM in Berlin hatte die 27-Jährige im vergangenen Jahr fast keinen Wettkampf bestritten.

"Ich habe mir die Auszeit gegönnt, beziehungsweise einfach genommen", erklärt die WM-Fünfte von 2007: "Damit ich jetzt mit neuen Kräften dort angreifen kann, wo ich mich vor zwei Jahren nicht gesehen habe."

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