vergrößernverkleinern
Thomas Kurschilgen ist seit dem 1. November 2009 Sportdirektor beim DLV © dpa

Der DLV-Sportdirektor zieht bei der WM in Daegu ein positives Halbzeitfazit. Für die deutschen Athleten hat er nur Lob übrig.

Daegu - Nach dem Gewinn eines kompletten Medaillensatzes am vierten Tag der Leichtathletik-WM von Daegu sprach Thomas Kurschilgen von "Sternstunden der deutschen Leichtathletik.

"Wir haben eine Nationalmannschaft gesehen mit neuen Gesichtern. Die Athleten zeichnen sich aus durch mentale Stärke", sagte der Sportdirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Kurschilgen betonte in seiner Halbzeitbilanz, mit einmal Gold durch Diskus-Titelverteidiger Robert Harting, zweimal Silber durch Diskuswerferin Nadine Müller und Stabhochspringerin Martina Strutz sowie der Bronzemedaille von Siebenkämpferin Jennifer Oeser sei der DLV vor dem sechsten WM-Tag in der Medaillen- und Nationenwertung (44 Punkte für Plätze 1 bis 8) jeweils Vierter (Medaillenspiegel).

Lob für Harting und Oeser

Darüber hinaus habe es zehn Endkampfplätze gegeben (SERVICE: Zeitplan der WM).

Kurschilgen sagte, die Athleten in Daegu repräsentierten die Philosophie der Nationalmannschaft 434833(Der DLV-Kader für die WM).

Einerseits absolute Weltklasse wie Robert Harting, der als König der Diskuswerfer in einem Wettbewerb mit nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen mentale Stärke demonstriert habe.

Oder auch Jennifer Oeser, die trotz der einen oder anderen kleinen Schwäche "mental alles hervorragend bewältigt hat" 446473(DIASHOW: Die Bilder der WM).

Strutz als "Senkrechtstarter"

Andererseits seien da neue Gesichter wie Martina Strutz, "die für mich der Senkrechtstarter ist" (Medaillengewinner der Frauen).

In einem sensationell leistungsstarken Wettbewerb habe sie ihren deutschen Rekord mit WM-Silber bestätigt.

Für die Kategorie der jungen Athleten sei Gesa Felicitas Krause mit ihrem neunten Platz über 3000 m Hindernis und dem Junioren-Europarekord ein Musterbeispiel.

Hoffnungen ruhen auf Obergföll und Heidler

Zur Philosophie der Nationalmannschaft meinte Kurschilgen, es gebe drei Kategorien:

Weltklasse-Athleten mit Medaillenpotenzial, die mit einer Finalchance bis Platz 12 und jene mit erweiterter Final-Chance bis Rang 16 zur Erlangung von Wettkampf-Kompetenz mit Blick auf die Zukunft und auch Olympia 2012 in London.

In den zehn noch ausstehenden Wettbewerben ruhen die Hoffnungen vor allem auf Speerwerferin Christina Obergföll am Freitag sowie auf Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler, die beim WM-Finale am Sonntag als international größte Favoritin aller Frauendisziplinen gilt.

Ein Medaillenanwärter ist ansonsten vor allem der EM-Zweite Matthias de Zordo am Samstag im Speerwurf.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel