Trotz der endgültig verpassten Norm darf Speerwurf-Europameisterin Linda Stahl weiter auf ein Ticket für die WM in Daegu (27. August bis 4. September) hoffen.

Ein Jahr nach ihrem spektakulären EM-Triumph über Christina Obergföll verpasste die Leverkusenerin am Freitag beim letzten WM-Test der deutschen Werfer in der Sportschule Kienbaum zwar die letzte Chance auf die Norm, kann sich allerdings Chancen auf eine Ausnahmeregelung ausrechnen.

"Ich denke schon, dass die Chancen gestiegen sind", sagte Werfer-Cheftrainer und Diskus-Weltrekordler Jürgen Schult, nachdem Stahl mit 59,99 m weder die A-Norm (61,50) noch die niedrigere B-Norm (61,00) geschafft hatte.

Bei der Nominierungssitzung am Sonntag wird der Deutsche Leichtathletiv-Verband (DLV) sein bisher 64-köpfiges Team um zehn weitere Athleten erweitern und dabei unter Umständen auch Ausnahmefälle zulassen.

Sollte die 25 Jahre alte WM-Sechste von Berlin 2009 nicht neben Klubkameradin Katharina Molitor und WM-Mitfavoritin Obergföll ins WM-Team rücken, wäre sie die zweite deutsche Europameisterin von 2010 nach der verletzten 100-m-Spezialistin Verena Sailer, die auf der Strecke bleibt.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel