Kalte Füße hat Justin Gatlin bekommen - aber nicht im übertragenen Sinne: Nicht einmal von Erfrierungen an den Füßen will sich der Dopingsünder bei seinem WM-Comeback nach vierjähriger Dopingsperre aufhalten lassen.

Wie der amerikanische 100-m-Olympiasieger von 2004 bei einer Pressekonferenz vor der am Samstag beginnenden WM in Daegu mitteilte, ist ihm das Missgeschick kürzlich passiert - ausgerechnet im sommerlich-heißen Florida.

Schuld sei eine Eiskammer gewesen, in der Gatlin trainiere. "Ich bin an einem heißen Tag dort hineingegangen und hatte Socken an. Und die Socken waren durchgeschwitzt", schilderte der 29-Jährige den Unfall: "Ich war nur zwei Minuten drin, aber aus irgendeinem Grund sind die Socken an meinen Knöcheln festgefroren."

Der Doppel-Weltmeister von 2005, vor fünf Jahren positiv auf das männliche Sexualhormon Testosteron getestet und als Wiederholungstäter ursprünglich für acht Jahre gesperrt, wird in Südkorea über die 100 m und die Sprint-Staffel antreten und hält einen Platz auf dem Podium für möglich:

"Bei Meisterschaften geht es um viel mehr, als nur ein Rennen zu laufen. Viele Menschen verstehen das nicht."

Die US-Anti-Doping-Agentur Usada hatte Gatlins achtjährige Sperre nachträglich halbiert. Diese Maßnahme war vom internationalen Sportgerichtshof CAS bestätigt worden.

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