Nach heftiger Kritik an den schlechten Bedingungen verlässt Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler das WM-Trainingslager des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auf der Insel Jeju am Freitag vier Tage früher als geplant.

Dies kündigte die Europameisterin auf ihrer Homepage an.

Ähnliche Kritik wie die Weltmeisterin von 2007 hatte am Vortag bereits Stabhochspringer Malte Mohr geübt, der zu den Mitfavoriten zählt, doch er sprach dabei nicht von einer beabsichtigten früheren Abreise zum eine Flugstunde entfernten WM-Schauplatz Daegu (27. August bis 4. September).

Betty Heidler schrieb sich ihren Ärger von der Seele, nachdem sie am ersten Tag bereits von den Trainingsbedingungen der Hammerwerfer enttäuscht gewesen war.

"Wir waren leider negativ überrascht. Eigentlich hieß es, dass alles gut wäre und die Bedingungen super. Dem ist leider nicht so", beschwert sich Heidler.

"Der Kraftraum ist als solches für uns nicht nutzbar, da wir die Hantelstangen fallen lassen müssen und dies nicht möglich war. Also musste alles auf den Parkplatz getragen werden damit wir einen festen Untergrund hatten. Doof wurde es nur, als es anfing zu regnen ..."

Heidler weiter: "Der Hammerwurfring befindet sich auf einem extra Platz. Das an sich ist nicht schlimm, aber durch den Wind ist die Hälfte des Käfigs umgekippt. Außerdem ist der Ring uneben. Das heißt, man dreht zur Mitte des Ringes von unten nach oben und ab der Mitte bis zum Ende wieder nach unten. Das ist alles andere als optimal und gut."

Als Konsequenz daraus verkündet sie: "Außerdem ziehe ich meine Abreise von hier nach Daegu nach vorne. Ursprünglich sollte ich am 30.08. nach Daegu anreisen, nun wird das schon am 26.08. sein. Die Bedingungen im Athletendorf sollen sehr gut sein, und so werde ich dort die letzte Vorbereitung absolvieren!"

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