Zwei Monate nach der WM im südkoreanischen Daegu hat der Leichtathletik-Weltverband IAAF am Freitag zwei Dopingfälle gemeldet.

Bei den 468 Urintests wurden auch in der B-Probe von Sara Moreira (Portugal) und von Lim Hee-Nam (Südkorea) Spuren des Nahrungsergänzungsmittels Methylhexanamin gefunden.

Moreira war Zwölfte im Finale über 3000 m Hindernis, Lim lief mit der 4x100-m-Staffel der Männer im Vorlauf Landesrekord. Beide wurden suspendiert bis zu einer Anhörung, ihnen droht eine zweijährige Sperre.

Mit der gleichen Substanz war auch die kroatische Diskus-Europameisterin und WM-Favoritin Sandra Perkovic im Sommer ertappt und sechs Monate gesperrt worden.

Die Analyse der erstmals vorgenommenen 1849 Blutkontrollen bei allen WM-Teilnehmern ist noch immer nicht abgeschlossen.

Über sie sollen vor allem Daten für den sogenannten biologischen Pass gewonnen werden, der künftig bei starken Abweichungen Hinweise auf Doping geben könnte. Untersucht wird auch nach Blutdopingsubstanzen und Wachstumshormonen.

Bleibt es bei der Zahl von nur zwei positiven Fällen 2011 in Daegu, dann gab es nur zweimal weniger festgestellte Vergehen. Bei der WM-Premiere 1983 in Helsinki und 1995 in Göteborg wurde kein positives Resultat verkündet.

Ebenfalls zwei Fälle gab es 2005 in Helsinki. 2009 in Berlin waren drei Athleten wegen Dopings bestraft worden. Die höchste Zahl an Fällen (17) gab es 2001 in Edmonton/Kanada, als Jahre später durch den sogenannten Balco-Skandal noch Athleten ihr Gold verloren.

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