Die ehemalige Weltklassesprinterin Gesine Tettenborn hat sich vom Deutschen Leichtathletik-Verband aus den Rekordlisten streichen lassen, weil die Zeiten mit der Hilfe von Dopingmitteln erzielt worden seien.

"Mir ist bewusst geworden, dass ich für immer dort stehen bleibe, wenn ich nicht aktiv werde", sagte Tettenborn dem "Spiegel", "irgendwie wäre ich also mitverantwortlich dafür, wenn junge Athletinnen dopen, weil sie motiviert sind, diesen Rekord zu brechen."

Unter ihrem Mädchennamen Gesine Walther hatte sie im Juni 1984 mit der 4x400-m-Staffel der DDR einen Weltrekord erzielt.

Beim DLV wird diese Zeit noch immer als deutscher Rekord geführt. "Mir ist klar, dass ich nun für manche ein Nestbeschmutzer bin, der ihnen die Erinnerung kaputt macht. Aber ich musste es tun. Für mich", sagte Tettenborn weiter. Der Verband kam inzwischen ihrer Bitte nach.

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